Finanzen

Dax steigt deutlich: Quartalszahlen und Konjunkturdaten beflügeln die Anleger

Der Dax ist am Mittwoch nach einem bereits freundlichen Start bis zum Mittag weiter in den grünen Bereich vorgerückt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 26.255 Punkten berechnet. Dies entspricht einem Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Heidelberg Materials, die Deutsche Bank und Continental, am Ende Rheinmetall, Hochtief und die Deutsche Börse.

„Die Anleger schöpfen aus der Vielzahl überzeugender Quartalszahlen neue Zuversicht“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Damit rücke auch das bisherige Rekordniveau in Reichweite. „Besonders die Ergebnisse von Heidelberg Materials, Scout24 und Continental sorgen für Kaufinteresse und zeigen, dass die deutschen Unternehmen trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds positive Überraschungen liefern können.“

Zusätzlichen Rückenwind erhalte der Aktienmarkt von den jüngsten Konjunkturdaten. „Der deutsche Einkaufsmanagerindex signalisiert weiterhin Wachstum und untermauert damit die Hoffnung auf eine breiter angelegte wirtschaftliche Erholung. Selbst die hohen Energiepreise scheinen diese Entwicklung bislang nicht entscheidend ausbremsen zu können“, so Lipkow. „Die Anleger setzen zunehmend darauf, dass die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr wieder stärker an Dynamik gewinnt. Die Börse beginnt damit, den erhofften Aufschwung des Jahres 2027 bereits heute einzupreisen.“

Auch das Ergebnis der US-Zwischenwahlen habe seinen anfänglichen Schrecken verloren, fügte der Analyst hinzu. „Die Investoren erkennen inzwischen die positiven Folgen der veränderten politischen Kräfteverhältnisse. Eine stärkere parlamentarische Kontrolle der Haushaltspolitik könnte die ausufernde Neuverschuldung der USA zumindest begrenzen.“ Noch sei das allerdings eine Hoffnung und keine Gewissheit. „Die Aussicht auf mehr fiskalische Disziplin trägt dennoch zur Beruhigung bei und unterstützt die jüngste Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar. Auch europäische Bankaktien profitieren von der freundlicheren Marktstimmung.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1246 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8892 Euro zu haben.

Foto: Frankfurter Börse / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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