Finanzen

Dax schließt 0,5 Prozent im Minus: US-Wahlen und Tech-Quartalszahlen im Fokus

Am Dienstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.865 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem schwachen Start baute der Dax im Tagesverlauf seine Verluste größtenteils ab.

„Die Anleger bleiben angesichts der heutigen Zwischenwahlen in den USA und der anstehenden Konjunkturdaten vorsichtig“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Neben den JOLTS-Arbeitsmarktdaten richten sich die Blicke vor allem auf die Quartalszahlen von AMD und Spotify. Die Unsicherheit über die weitere politische Entwicklung in den USA trifft dabei auf eine Berichtssaison, in der selbst positive Überraschungen kaum noch für nachhaltige Kursgewinne sorgen.“

Das zeige sich erneut bei Spotify, so Lipkow. „Der Streaminganbieter konnte mit einer etwas besser als erwarteten Umsatzentwicklung überzeugen, doch die Zahlen reichen offenbar nicht aus, um die Anleger nachhaltig zu begeistern.“ Noch deutlicher werde die zunehmende Skepsis bei Palantir, erklärte der Analyst. „Obwohl der KI-Spezialist gestern die Erwartungen übertreffen konnte, gerieten seine Aktien im frühen Handel zeitweise um mehr als sechs Prozent unter Druck. Die Investoren nutzen inzwischen selbst gute Unternehmensnachrichten, um ihre Positionen in ausgewählten Technologiewerten weiter abzubauen.“

Damit zeichne sich ein bemerkenswerter Stimmungswechsel ab. „Während in den vergangenen Monaten häufig schon die Aussicht auf weiteres KI-Wachstum für kräftige Kursgewinne ausreichte, werden nun selbst überzeugende Geschäftszahlen zum Anlass für Gewinnmitnahmen“, so Lipkow. „Etwas Entlastung kommt dagegen von den Energiemärkten. Die Rohölpreise haben sich im bisherigen Tagesverlauf wieder deutlicher von ihren Höchstständen entfernt. Maßgeblich dafür bleibt die Nachrichtenlage im Nahen Osten, die weiterhin für erhebliche Preisschwankungen sorgt.“

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Bayer an der Spitze der Kursliste, mit deutlichem Abstand zu den darauf folgenden Aktien von Hochtief und Infineon. Das Schlusslicht bildeten die Papiere von Fresenius Medical Care und Zalando.

Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Dezember kostete 91 Euro und damit vier Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund 14 bis 17 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 103,19 US-Dollar, das waren 158 Cent oder 1,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 3.931 US-Dollar gezahlt (-0,4 Prozent). Das entspricht einem Preis von 112,93 Euro pro Gramm.

Foto: Frankfurter Börse / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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