Finanzen

Dax startet mit Verlusten: US-Zwischenwahlen und Ölpreis im Blick

Der Dax ist am Dienstag mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.725 Punkten berechnet und damit 1,0 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Bayer, Siemens Healthineers und RWE, am Ende Infineon, Zalando und MTU.

„Zwei Themen überlagern heute alles: Die Zwischenwahlen, deren Ergebnis erst über Nacht kommt, und der Ölpreis, der gestern den stärksten Tagesverlust seit drei Monaten hatte“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. „Insgesamt lässt sich weltweit eine wachsende Risikoscheu gegenüber Aktien ablesen, weil die Sorgen vor teuren KI-Investitionen wachsen und die politische Unsicherheit vor den Zwischenwahlen in den USA hoch ist.“

Die Börsen hatten es in der Vergangenheit bevorzugt, dass ein mit vollumfänglicher Macht ausgestatteter US-Präsident bei den Zwischenwahlen eine oder beide Kammern des Kongresses verliert. „Das verringert das Risiko weiterer politischer Veränderungen und damit die Unsicherheit, was an den Börsen in der Vergangenheit positiv wirken konnte“, so Stanzl. „Ob es allerdings erneut dazu kommen wird, ist offen. Wenn die Unsicherheit über das Wahlergebnis erst einmal aus den Kursen ist, könnte das zu einem allgemeinen Aufatmen auf dem Parkett führen – aber die geopolitische Unsicherheit in der Iran-Frage bleibt weiterhin hoch.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1198 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8930 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen wieder: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 106,20 US-Dollar; das waren 1,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: Frankfurter Börse / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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