Finanzen

Dax bleibt im Minus: KI-Zweifel und Audi-Zahlen belasten Anleger

Der Dax ist am Freitag nach einem bereits negativen Start in den Handelstag bis zum Mittag weiter im roten Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.900 Punkten berechnet, 0,5 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

Am unteren Ende der Kursliste rangierten Siemens Energy, Infineon und Hochtief. Dem Trend trotzen konnten dagegen unter anderem die Aktien von Bayer, Beiersdorf und Henkel.

„Die Anleger werden zum Wochenschluss von der Realität eingeholt“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Die schwachen Quartalszahlen von Intel und die weiterhin enormen Investitionspläne von Amazon haben die Zweifel an der Rentabilität des KI-Booms erneut verstärkt. Hinzu kommt, dass Amazon auch im Konsumgeschäft hinter den Erwartungen zurückblieb. Damit geraten gleich zwei wichtige Wachstumstreiber der Aktienmärkte unter Druck: die Technologieinvestitionen und die Kaufkraft der Verbraucher.“

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„Auch aus der deutschen Automobilindustrie kommen wenig erfreuliche Nachrichten. Die massiven Umsatzrückgänge bei Audi verdeutlichen, wie tiefgreifend die Transformation der gesamten Branche inzwischen ist. Insbesondere für den Volkswagen-Konzern wird die Anpassung an veränderte Kundenbedürfnisse, neue Wettbewerber und hohe Investitionsanforderungen zu einer erheblichen Belastungsprobe. Die Automobilhersteller müssen ihre Geschäftsmodelle grundlegend umbauen, während gleichzeitig die Ertragskraft des traditionellen Geschäfts unter Druck gerät.“

„Einen positiven Gegenpol liefern die deutschen Konjunkturdaten. Die Wirtschaft ist im dritten Quartal um 0,2 Prozent gewachsen und hat damit die Erwartungen von lediglich 0,1 Prozent übertroffen. Angesichts der hohen Energiepreise ist das ein bemerkenswertes Zeichen der Widerstandsfähigkeit. Allerdings reicht ein leicht besseres Quartal nicht aus, um von einer nachhaltigen wirtschaftlichen Erholung zu sprechen. Die Konjunktur stabilisiert sich, doch von einem kräftigen Aufschwung ist Deutschland weiterhin weit entfernt“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1198 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8930 Euro zu haben.

Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 3.972 US-Dollar gezahlt (-1,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 114,05 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 117,80 US-Dollar, das waren 2,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: Frankfurter Börse / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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