Politik

AfD-Geschäftsführer Baumann kritisiert mögliche Steinmeier-Nachfolger

Der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, hält nichts von den derzeit in der Union gehandelten Personen für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Auch Steinmeier selbst habe im Amt „versagt“, sagte Baumann dem Nachrichtensender „Welt“.

Die gehandelten Kandidaten seien alles Leute, die dem „Mainstream“ irgendwie zuzuordnen seien. Sie seien, wie Steinmeier, „pseudo-ausgleichend“, markierten im Grunde aber immer die AfD und die Wähler im Osten einseitig. „Bundespräsident Steinmeier hat völlig versagt, die Gräben zuzuschütten und dafür zu sorgen, dass die mit Abstand größte Partei entsprechend an Gesprächen beteiligt wird“, findet Baumann. „Und alle, die jetzt ins Gespräch kommen – da wüsste ich nicht, wer da sozusagen den Kurs ändern würde oder ändern könnte.“

Deutschland erlebe eine Polarisierung in einem Ausmaß, was einer bürgerlichen Gesellschaft, einer demokratischen Republik einfach nicht guttue, so Baumann. Und wenn man sehe, dass es jetzt auch aus Sicht der SPD, die sich mit Linken und Grünen zusammentue, auf einen „knallharten Lagerwahlkampf“ hinausgehe – auf der einen Seite der linke Block, auf der anderen Seite die AfD -, wo sei da noch die CDU? Da müsste der Bundespräsident ausgleichen und müsste sagen, die Leute sollten sich an einen Tisch setzen.

Einen eigenen Kandidaten-Namen wollte Baumann noch nicht nennen. Aber es „müsste eine Person sein, die nicht parteipolitisch aus diesen Parteien kommt, die diese Brandmauer-Politik irgendwie weitermachen“, so Baumann.

Foto: Bernd Baumann (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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