Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks

Stuttgart (dapd). Das Handwerk sucht händeringend Personal: Rund ein Viertel der Betriebe will in den kommenden Monaten Fachkräfte einstellen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) unter 14.000 Betrieben, die der “Stuttgarter Zeitung” (Mittwochausgabe) vorliegt.

Der Personalbedarf sei laut Studie größer als in früheren Aufschwungphasen. Im Schnitt hätten die befragten Betriebe zwei offene Stellen im Angebot. An der Umfrage hätten vor allem mittlere und große Betriebe teilgenommen, hieß es.

Besonders gravierend sei der Fachkräftebedarf in den Baugewerken. Hier wollten rund ein Drittel der Betriebe Fachkräfte einstellen. In einigen Zweigen des Handwerks überstiegen die offenen Stellen sogar die Zahl der Arbeitslosen. Dies treffe auf Elektrotechniker, Elektromaschinenbauer und Kälteanlagenbauer zu. Knapp ein Drittel der Betriebe gab an, dass sich kein Bewerber auf ihr Stellenangebot gemeldet habe.

ZDH-Präsident Otto Kentzler sagte der Zeitung, Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften müssten auf dem Demografiegipfel Ende Juni im brandenburgischen Meseberg den Fachkräftemangel zum zentralen Thema machen. “Wir sollten in Meseberg alle an einem Strang ziehen”, sagte Kentzler. Die Anstrengungen müssten verstärkt werden, um alle interessierten Jugendliche an eine berufliche Ausbildung heranzuführen. Dies sei zwar mühsam, die Erfolge im Ausbildungspaket zeigten jedoch, dass dies möglich sei.

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