In zehn Jahren zu einer verbesserten Hochschulwelt – so lautete der Plan 1999 in Bologna. Noch heute, über zehn Jahre nach den Verhandlungen, befindet sich die Hochschulwelt im Wandel. Vor- und Nachteile des neuen Systems stehen im Fokus der Öffentlichkeit, während die praktische Umsetzung immer noch einige Probleme bereitet. Neben den fehlenden Ressourcen der Hochschulen und der stofflichen Überladung der Regelstudiengänge, wird auch immer wieder die Verschulung kritisiert. “Trotz aller Verbesserungen ist noch keineswegs ein Zustand erreicht, wonach von insgesamt zufriedenstellenden Studienbedingungen gesprochen werden kann. Das Ziel der Bologna-Reform, Studenten schneller und damit jünger auf den Arbeitsmarkt zu bringen, wurde damit verfehlt.”, berichtet spiegelonline in einem Artikel vom März 2014. Schuld daran könnte bei all den Reformen, die Vernachlässigung der Hochschulverwaltung sein. Mit ihren bürokratischen Strukturen ist sie nicht zukunftsorientiert und lässt kaum Spielraum für individuelle, akademische Entfaltung. Der Fokus des Wandels sollte sich also auf das Zentrum der Universitäten verschieben, denn nur mit einem innovativenManagement können auch die anderen Probleme in Angriff genommen werden.

Foto: © © Optimus Verlag

Foto: © © Optimus Verlag

Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Wehrlin, selbst diplomierter Volkswirt, widmet sich diesem Thema in der Reihe Hochschul- und Wissenschaftsmanagement. Der erste Schritt in Richtung einer gut strukturierten und zukunftsorientierten Hochschulverwaltung ist ein Wandel hin zum Hochschulmanagement. Führende Unternehmen zeigen, dass durch ein gut organisiertes Management effizienter gearbeitet werden kann. Funktioniert die erste Verwaltungsinstanz kann der Fokus der Mitarbeiter auch auf Neuerungen und Weiterentwicklung liegen, was sehr viel zeitgemäßer ist, als die bürokratischen Strukturen an den Hochschulen. Der Wandel hin zum Management muss hierbei nicht allein in den organisatorischen Organen vollzogen werden, sondern betrifft vor allem auch die Mitarbeiter und Führungskräfte selbst. Sie müssen besonders auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereitet werden. Das ist ausschlaggebend, denn nur Mitarbeiter, die motiviert sind Dinge zu ändern und im besten Fall auch zu verbessern, haben die Fähigkeit ein “Unternehmen” gewinnbringend durch den Wandel zu leiten. Da nicht alle Managementkonzepte problemlos übertragen werden können, müssen die Mitarbeiter die Fähigkeit erwerben diese an ihre Hochschule anzupassen. Gelingt ihnen dies steht einem Wandel von der Hochschulverwaltung hin zum unternehmerisch orientierten Hochschulmanagement nichts mehr im Weg. Im ersten Band der Reihe wird in den Themenkomplex rund um den Wandel der Hochschulreformen eingeführt, Probleme und deren Auswirkungen auf das System aufgezeigt, und erläutert warum aus der Hochschulverwaltung im nächsten Schritt ein Hochschulmanagement werden muss.

Wehrlin schöpft aus seiner langjährigen Erfahrung als Dozent und Professor für Personalwirtschaft, Führung und Management. Neben seiner akademischen Laufbahn ist er freiberuflich als Unternehmensberater tätig. Besonders spezialisiert ist er auf E-Learning Systeme und die Umstrukturierung von veralteten Verwaltungsstrukturen hin zu einem zukunftsorientierten Management. Da er nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland gearbeitet hat, besitzt er ein umfassendes Bild über funktionierende Führungsstrukturen und ist seit vielen Jahren Autor von zahlreichen Lehrbüchern zum Thema Veränderungsmanagement.

Mitarbeiter und Leiter der Universitäten und Hochschulen, Studierende der Fachrichtungen Hochschul- und Wissenschaftsmanagement sowie Berufstätige mit Interesse an einer Führungstätigkeit im Bildungswesen werden mit dieser Buchreihe angesprochen. Es werden Erkenntnisse, Methoden, Konzepte, Instrumente und Kompetenzen gewonnen, um aktiv Einfluss auf die Verbesserung des Bildungssystems zu nehmen.

Das Buch ist ab dem 15. Juli 2014 im Buchhandel erhältlich. Vorab kann es direkt über die Homepage des Optimus Verlages zum Vorzugspreis von 29,90 € vorbestellt werden. Der Versand erfolgt nach Erscheinungsdatum.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
Veröffentlicht am: