Im Sommer leidet schnell die Sicht durch Insekten, die auf der Windschutzscheibe kleben – mitunter schon nach weniger als 100 Kilometer Fahrstrecke. Ist doch noch Frostschutz vom Winter in der Garage – denken nicht wenige. Wer aber mit Winteradditiv im Sommer wischt, sorgt für einen dicken Schmierfilm auf der Scheibe, weil das Mittel die Insektenleichen nicht entfernt. Fünf Tipps für vollen Durchblick von TÜV SÜD.

Sommer-Zusatz: Frostschutz für die Scheibenwaschanlage enthält keine Zusätze, die Insektenleichen aufweichen und lösen. Dies ist die Aufgabe der speziellen Sommer-Mischung, die der Autofahrer bis zum nächsten Winter einsetzen sollte. Tipp von Eberhard Lang, TÜV SÜD: „Ist noch zu viel Wasser mit Frostschutz in der Waschanlage, hilft ein konzentrierter Zusatz mit Sommer-Reiniger.“
Wasser marsch: Nicht mit Flüssigkeit sparen! Zur Beseitigung von Insektenleichen braucht es reichlich Wasser. Mindestens die ersten drei Wischbewegungen sollten mit Sprühstrahlen unterstützt werden.

Quelle: TÜV Süd

Putzen statt Wischen: Wischblätter leiden stark unter dem Einsatz als Insektenentferner. Die Chitinpanzer von Fliegen und Co sind nämlich sehr hart – härter als Eis, das sorgfältige Autofahrer ja auch nicht per Scheibenwischer angehen. Bei stark kontaminierten Scheiben empfehlen die Experten von TÜV SÜD zur Schonung der Wischblätter die Reinigung von Hand mit einem Fliegenschwamm. Tipp: Bei abgeklappten Wischerarmen die Waschanlage betätigen (außer die Spritzdüsen sitzen in den Wischerarmen). Das schafft Wasser mit Reiniger auf die Scheibe.
Besser Wischen: Besonders Wischblätter des niedrigen Preissegments werden von ihren Herstellern gern wegen des Naturgummis gepriesen. Dabei ist synthetischer Kautschuk für die Scheibenreinigung deutlich besser geeignet. Das Optimum stellen Zweistoff-Mischung dar, bei denen ein Teil des Wischgummis aus Synthetik besteht und ein anderer aus Naturgummi. Die Profis von TÜV SÜD raten zu Produkten renommierter Marken. Der höhere Preis zahlt sich in der Regel über die längere Lebensdauer aus.
Neu und flach: Moderne Autos verfügen ab Werk über gelenklose Wischer, so genannte Flatblades. Sie wischen vor allem bei höheren Geschwindigkeiten sauberer, sind aber auch robuster als die herkömmlichen Modelle. Die neue Technik lässt sich für viele Autos nachrüsten. Flatblades sind allerdings deutlich teurer. Einen Teil des Mehrpreises spart der Autofahrer wegen der längeren Haltbarkeit – nach den Erfahrungen von TÜV SÜD bis zu zwei Jahre – wieder ein.

Quelle: TÜV Süd

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Annalena Rüsche
Annalena Rüsche
Annalena Rüsche befindet sich aktuell in der Vorbereitung zum Studium. Sie absolviert in unserer Redaktion ihr Jahrespraktikum. Im Anschluss will Sie "Medienmanagement" studieren. In unserer Redaktion ist sie aktuell für den Newsdesk zuständig und hält Ausblick nach aktuellen und für unsere Leser wertvollen Informationen. Sie ist unter redaktion@mittelstand-nachrichten.de direkt erreichbar.
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