Der Projektentwickler RES (Renewable Energy Systems) ist Lieferant für das Projekt M5BAT der RWTH Aachen. Ziel des Forschungsprojekts ist der Bau eines hybriden Batteriespeichers in einer Leistungsklasse von fünf MW. M5BAT verbindet unterschiedliche Batterie-Technologien für die Bereitstellung von Leistung für wenige Sekunden bis zu mehreren Stunden. Eine dieser Batterien liefert RES. Der international erfahrene Projektentwickler nimmt mit einer weltweit fertiggestellten oder im Bau befindlichen Speicheranlagenleistung von über 87 MW eine Spitzenstellung in diesem Segment ein. Mit M5BAT hat RES nun auch seinen ersten Auftrag für ein Speicherprojekt in Deutschland gewonnen.

Das Projekt M5BAT erprobt in Aachen die technische und wirtschaftliche Eignung von Batteriespeichern für die Erbringung von Systemdienstleistungen und ist eines der Leuchtturm-Projekte der „Förderinitiative Energiespeicher” der Bundesregierung. Der Projektentwickler RES erhielt nun den Zuschlag für die Lieferung einer von insgesamt fünf Batterien für den Hybrid-Speicher. RES übernimmt die Beschaffung, Installation und Inbetriebnahme einer Lithium-Eisenphosphat Batterie sowie die Schulung des M5BAT-Personals und unterstützt das Projekt auch nach der Inbetriebnahme mit seinem internationalen Know-how. „Batterie-Speicher sind ein wichtiger Baustein für eine Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien. Die Wirtschaftlichkeit und Flexibilität von Speichern zu bemessen und neue Technologien zu erproben, ist uns deshalb ein großes Anliegen”, sagt Dr. Frank Finzel, Geschäftsführer von RES in Deutschland. Die Lithium-Eisenphosphat Batterie bezieht RES vom chinesischen Hersteller Contemporary Amperex Technology Limited (CATL). CATL ist einer der fünf weltweit größten Lieferanten für Lithium-Ionen Batterien. Die Batterie für M5BAT ist die erste Batterie, die CATL auf dem deutschen Markt verkauft.

Quelle: Uniper

Quelle: Uniper

Energiespeicher der Zukunft

Die Besonderheit des Forschungsprojekts M5BAT ist der modulare Aufbau des Speichers, bei dem unterschiedliche Batterien optimal miteinander verknüpft werden. Beispielsweise dienen Lithium-Ionen-Batterien als kurzfristige Speicher mit hoher Leistung, Blei-Batterien stellen hingegen kostengünstig Kapazität für mehrere Stunden bereit. Ausgelegt ist der Speicher in einer Leistungsklasse von fünf MW. Das entspricht der Versorgung von 10.000 Haushalten. In einem ersten Schritt soll mit dem Hybrid-Speicher die dezentrale Bereitstellung von Regelleistung sowie der Stromhandel und die Nutzung von Strompreisdifferenzen erprobt werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Projekt mit 6,5 Millionen Euro.

Die RES Gruppe ist im Segment Energiespeicher als Projektentwickler, EPC-Dienstleister sowie als Betriebsführer und Eigentümer individueller Speicherprojekte aktiv. Weltweit hat der Spezialist für Erneuerbare Energien Windenergie-, Solar- und Speicher-Projekte im Portfolio – mit einer installierten Leistung von insgesamt über 10 GW allein im Bereich der Windenergie.

Quelle: Ansel & Möllers GmbH

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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