Finanzen

Dax startet freundlich mit 25.440 Punkten – Ölpreise stabilisieren Anleihen

Der Dax ist am Freitagmorgen freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.440 Punkten berechnet, 0,7 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

„Wir sehen heute Morgen, dass die Anleihen sich etwas stabilisieren, weil die Ölpreise zurückkommen“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Das sei aber nur eine Momentaufnahme, die sich schnell wieder ändern könne. Für den Dax bleibe es bei einer Stabilisierung innerhalb einer Handelsspanne, die gut fünf Prozent vom Rekordhoch entfernt liege.

„Die Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar um gut zweieinhalb Cent in zweieinhalb Wochen hilft dem deutschen Export eigentlich auf die Sprünge. Auch die deutschen Konjunkturprognosen hellen sich auf. Der Dax ist im Vergleich zu den großen Aktienindizes an der Wall Street aber trotzdem abgeschlagen.“

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„Das Gerüst, auf dem die jüngste Aktienrally aufbaut, wird aber auch an der Wall Street zunehmend instabil. Der KI-Trade mag mit AMD ein neues Aushängeschild in Form eines Unternehmens haben, das gerade die Eine-Billion-Dollar-Grenze bei der Marktkapitalisierung überschritten hat. Die jüngste Rally bei Aktien darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Marktbreite am Aktienmarkt nachlässt. Nur noch 30 Prozent der Aktien im S&P 500 notieren über ihrer 50-Tage-Linie. Das sind nur noch halb so viele wie vor drei Wochen. Als der S&P 500 am Montag ein neues Rekordhoch erreichte, taten es ihm nur sieben Aktien gleich. Die vierfache Anzahl an Aktien markierte zeitgleich neue Jahrestiefs.“

„Der Präsidentschaftszyklus ist an den Börsen recht gut untersucht: Im Durchschnitt ist vor den Zwischenwahlen eine Aktienmarktkorrektur zu erwarten, da die politische Unsicherheit zunimmt, je näher der Wahltag rückt. Sind die Ergebnisse dann aber einmal da, fällt diese Unsicherheit für gewöhnlich von den Anlegern ab. Die zwölf Monate nach den Zwischenwahlen gehörten in der Vergangenheit im Durchschnitt zu den besten des gesamten Vierjahreszyklus“, sagte Stanzl.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1380 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8787 Euro zu haben.

Der Goldpreis ließ leicht nach, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.274 US-Dollar gezahlt (-0,2 Prozent). Das entspricht einem Preis von 120,75 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 105,90 US-Dollar, das waren 66 Cent oder 0,6 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: Frankfurter Börse / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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