Finanzen

Commerzbank-Chefvolkswirt: US-Exportstopp für Diesel könnte Preise um bis zu 25 Prozent steigen lassen

Wenn US-Präsident Donald Trump seine Ankündigung wahr macht, den Export von Diesel aus den USA zu stoppen, müssen sich Verbraucher auf weiter steigende Preise einstellen.

US-Exportstopp für Diesel könnte Preise um bis zu 25 Prozent steigen lassen

Der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, verweist im „Spiegel“ darauf, dass Russland bereits im Juli Dieselausfuhren verboten hat. In der Folge sei der Dieselpreis auf dem Weltmarkt um 16 Prozentpunkte stärker gestiegen als der Rohölpreis. „Wenn die USA ein Exportverbot verhängten, würde sich Diesel diesmal wohl stärker verteuern“, sagte Krämer dem Magazin. Das liege auch daran, dass mit der bevorstehenden Heizsaison die Nachfrage nach Heizöl steigt; Heizöl und Diesel sind chemisch sehr ähnliche Produkte.

„Diesel könnte sich durchaus um 20 bis 25 Prozent verteuern“, so Krämer.

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Das würde die Inflation im Euroraum um schätzungsweise einen halben Prozentpunkt erhöhen, wenn man berücksichtige, dass ein gestiegener Dieselpreis auch andere Produkte verteuern würde. „Die konjunkturelle Dämpfung wäre spürbar“, sagte Krämer.

Die USA sind ein großer Exporteur von Diesel und Heizöl. Krämer hält es vor diesem Hintergrund „eher für unwahrscheinlich“, dass Washington Dieselausfuhren tatsächlich stoppen wird. Dies würde die Gewinne der US-Ölindustrie dämpfen, „die einen guten Draht zu Trump hat“, so Krämer.

Foto: Tankstelle (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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