Finanzen

DAX bleibt im Minus trotz überraschend starkem Ifo-Geschäftsklimaindex

Der Dax ist am Donnerstag nach einem bereits negativen Start bis zum Mittag weiter im roten Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 25.330 Punkten berechnet. Dies entspricht einem Minus von 0,3 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Beiersdorf, die Deutsche Telekom und die Allianz, am Ende Infineon, Volkswagen und Rheinmetall.

DAX bleibt im Minus

Der am Vormittag veröffentlichte überraschend starke Ifo-Geschäftsklimaindex für September sorgte nicht für steigende Kurse. „Die Wette auf eine steigende konjunkturelle Zuversicht trotz rekordhoher Energiepreise hätte ich verloren“, sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP-Bank-Gruppe. Die deutschen Unternehmen ließen ihre Muskeln spielen. „Der Optimismus hält trotz hoher Energiepreise an. Erstaunlich ist, dass gerade der Ausblick auf den weiteren Geschäftsverlauf nochmals zulegt.“

„Die deutsche Wirtschaft profitiert derzeit von einer merklich gestiegenen Auslandsnachfrage“, so Gitzel. Gleichzeitig sorgten nun auch die finanziellen Mittel der Bundesregierung für Infrastruktur und Verteidigung für positive Impulse. „Damit trotzt die deutsche Wirtschaft den gestiegenen Ölpreisen und den niedrigen Pegelständen auf den deutschen Flüssen. Letztere sorgen für Lieferkettenunterbrechungen.“

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„Die Konjunktur holt damit neuen Schwung“, fügte der Ökonom hinzu. „Ein BIP-Wachstum von über ein Prozent im laufenden Jahr ist damit sehr wahrscheinlich geworden. Die Hoffnungen beruhen nun auf einem sich selbsttragenden Aufschwung.“ Eine steigende Produktion ziehe Ersatz- oder Erweiterungsinvestitionen nach sich. „Wäre dies der Fall könnte das stärkere Wachstum über einen längeren Zeitraum anhalten. In Anbetracht der KI-Revolution gibt es jedenfalls genügend Investitionsbedarf.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1365 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8799 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 104,70 US-Dollar; das waren 1,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: Frankfurter Börse / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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