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Cyberangriffe auf Kühlsysteme: Verfassungsschutz und BND schalten sich ein

Nach den Cyberangriffen auf Kühlsysteme europäischer Supermärkte haben sich deutsche Nachrichtendienste eingeschaltet. „Die Vorfälle sind Gegenstand aktueller nachrichtendienstlicher Ermittlungen“, teilte das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) dem „Handelsblatt“ mit. „Außerdem befasst sich das `Gemeinsame Zentrum zur Bekämpfung hybrider Bedrohungen` (GAZ Hybrid) mit dem Thema.“ Dort arbeiten unter anderem Verfassungsschutz, Bundesnachrichtendienst (BND) und Militärischer Abschirmdienst (MAD) zusammen.

„Die gegenwärtigen Erkenntnisse deuten auf eine Ausnutzung bekannter Schwachstellen der betroffenen Steuerungssysteme hin“, erklärte der Verfassungsschutz. „Die Manipulation von Steuerungssystemen mit dem Ziel, Waren zu zerstören, ist ein ernst zu nehmender Vorfall“, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums der Zeitung.

Ob hinter den Attacken ausländische Geheimdienste stehen, ist ungeklärt. Derzeit lägen „keine Erkenntnisse vor, die eine eindeutige Zuordnung dieser Angriffe zu einem spezifischen Akteur oder einer staatlichen Stelle zulassen würden“, sagte der Sprecher.

Der Verfassungsschutz verwies zugleich auf die wachsende Gefahr staatlich gesteuerter Cyberangriffe. „Deutschland steht im Fokus ausländischer Geheimdienste.“ Besonders gefährdet seien Wirtschaftsunternehmen und Betreiber kritischer Infrastrukturen.

Vor allem Russland bereitet der Behörde Sorgen. „Vornehmlich in Reaktion auf Sanktionen der Europäischen Union und in Zusammenhang mit Deutschlands Unterstützung der Ukraine besteht anhaltend ein hohes Risiko etwa von Cyberangriffen durch russische staatliche Akteure“, erklärte der Verfassungsschutz.

Foto: Käseregal im Supermarkt (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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