Wirtschaft

Studie: 72 Prozent der Haushalte nutzen kostenpflichtige Streaming-Dienste

Streaming-Dienste haben in Deutschland den Status eines Zusatzangebots hinter sich gelassen und sind für viele Haushalte längst Teil der alltäglichen Medienversorgung. Das geht aus der „Digitalstudie 2026“ der Postbank hervor.

Demnach nutzen 72 Prozent der Deutschen mindestens einen kostenpflichtigen Streaming-Dienst im Haushalt. Besonders deutlich ist die Verankerung bei den 18- bis 39-Jährigen: In dieser Altersgruppe kommen kostenpflichtige Angebote auf eine Reichweite von 90 Prozent.

Streaming-Dienste im Baukastensystem sind gefragt

Die Art und Weise, wie Haushalte ihre Medienzugänge organisieren, hat sich ebenfalls verändert. Das klassische Einzel-Abo verliert an Bedeutung, da 46 Prozent der Haushalte bereits für zwei oder mehr Streaming-Dienste zahlen. Mehr als jeder fünfte Haushalt nutzt sogar drei oder mehr Angebote. Der Markt entwickelt sich zunehmend zu einem Baukastensystem, in dem Nutzer je nach Inhalt, Preis und Gewohnheit mehrere Plattformen kombinieren.

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Der eigentliche Generationenunterschied liegt weniger in der Intensität als in der grundsätzlichen Verbreitung. Während neun von zehn Unter-40-Jährigen kostenpflichtige Streaming-Angebote nutzten, lag der Anteil bei den Über-40-Jährigen bei 63 Prozent. Die Nutzungsdauer unterschied sich jedoch weniger stark: 35 Prozent der Unter-40-Jährigen und 29 Prozent der Über-40-Jährigen sahen oder hörten mehr als acht Stunden pro Woche kostenpflichtige Streaming-Inhalte. Auch in der Spitzengruppe der Vielnutzer zeigte sich kaum ein Altersgefälle, da jeweils zehn Prozent der Jüngeren und Älteren mehr als 15 Stunden pro Woche streamten.

Foto: TV-Fernbedienung mit Streaming-Anbietern (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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