Wirtschaft

Knorr-Bremse-Chef fordert neue EU-Handelspolitik

Der Chef des Autozulieferers Knorr-Bremse, Marc Llistosella, warnt, dass die europäische Industrie rapide an Bedeutung verliert. „Wenn wir weitermachen wie bisher, sind wir in 15 Jahren weg“, sagte Llistosella dem Magazin Politico. Europas Reaktion auf den China-Schock sei „zu kurz gesprungen“.

Die EU sollte China zu Investitionen einladen, forderte Llistosella, „aber zu den gleichen Bedingungen, zu denen europäische Firmen in China arbeiten dürfen, also mit Joint Ventures und Knowhow-Transfer“. Subventionen dürften in der Autoindustrie aus seiner Sicht aber nur E-Autos „mit 80 Prozent Local Content inklusive Batterie“ bekommen. China müsse Technologie nach Europa bringen, mit Joint-Venture-Partnern. „Das haben sie mit uns auch gemacht“, sagte der Manager.

Ein Risiko sieht Llistosella im Lkw-Markt. „Der Lkw-Markt in Europa wird sich in den nächsten drei bis fünf Jahren massiv ändern“, warnte er. „Bei elektrischen Stadtbussen passiert das schon. Da ist das Einfallstor geöffnet worden.“

Foto: Container (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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