Politik

Fratzscher: Verschiebung der Kapitalrente ist „Rückschlag für generationengerechte Reform“

Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, kritisiert die von Kanzler Merz angekündigte Verschiebung der Kapitalrente.

Die Verschiebung der Kapitalrente sei ein „Rückschlag für eine nachhaltige und generationengerechte Reform der gesetzlichen Rentenversicherung“, sagte Fratzscher der „Rheinischen Post“. Gerade junge Menschen und Menschen mit geringen Einkommen und Ersparnissen brauchten eine verlässliche Altersvorsorge. Diese sollte nicht nur auf dem Umlagesystem basieren, sondern auch die Chancen des Kapitalmarkts nutzen.

Der DIW-Chef geht davon aus, dass die von der Expertenkommission vorgeschlagene Rentenreform nun nicht mehr in Gänze kommt. Es zeige auch, dass das Versprechen, die Rentenreform als Paket umzusetzen, nun wohl vom Tisch sei.

Merz hatte zu Wochenbeginn erklärt, die Rentenreform in wesentlichen Teilen vor Weihnachten im Kabinett verabschieden zu wollen. Für den kapitalgedeckten Teil würden jedoch zunächst nur Eckpunkte festgelegt.

Foto: Marcel Fratzscher (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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