PolitikTop-News

CDU Sachsen-Anhalt verlässt Plenarsaal bei AfD-Wahl von Ulrich Siegmund

Die CDU-Fraktion in Sachsen-Anhalt will bei der für Dezember im Landtag geplanten Wahl des AfD-Politikers Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten geschlossen den Plenarsaal verlassen. Das hat die Fraktion am Dienstag auf einer gut dreistündigen Sitzung in Magdeburg beschlossen.

CDU-Fraktionschef und Noch-Ministerpräsident Sven Schulze sagte, die Fraktion habe sich auf dieses Vorgehen verständigt, um den Verdacht zu vermeiden, dass Stimmen aus den Reihen der CDU für einen AfD-Ministerpräsidenten abgegeben werden. Von den insgesamt 15 Abgeordneten sollen am Dienstag 14 für die Maßnahme gestimmt haben, der ehemalige Fraktionschef Guido Heuer soll sich der Stimme enthalten haben.

Bei der Wahl des Landtagspräsidenten in der letzten Woche hatte der AfD-Kandidat Tobias Rausch vier Stimmen mehr bekommen, als AfD und BSW zusammen Sitze im Landtag haben, die beide hinter dem Kandidaten standen. Auch bei der Wahl des von der AfD eingeforderten Stellvertreters Hans-Thomas Tillschneider, den das BSW offiziell nicht unterstützt hat, gab es fünf Stimmen mehr, als die AfD alleine hat.

ARKM.marketing
     


Schnell kam der Verdacht auf, dass die zusätzlichen Stimmen aus der CDU-Landtagsfraktion kamen, die komplett zerrüttet ist, seit sich Sven Schulze nach der Wahlschlappe bei der Landtagswahl in einer Kampfkandidatur noch knapp den Fraktionsvorsitz gesichert hat. Angesichts der geheimen Wahl lässt sich das nicht nachweisen, sicher aber ist, dass mehrere Abgeordnete nicht Schulzes Empfehlung folgten, sich zu enthalten. Und als die „taz“ hinterher alle CDU-Abgeordneten fragte, haben mindestens drei sicher geschwindelt: 8 von 14 in der Landtagssitzung anwesenden Parlamentariern gaben an, sich enthalten zu haben, tatsächlich gab es aber insgesamt nur fünf Enthaltungen.

Foto: Konstituierende Sitzung des Landtags von Sachsen-Anhalt (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

Zeige mehr
     


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ich willige ein, dass meine Angaben aus diesem Kontaktformular gemäß Ihrer Datenschutzerklärung erfasst und verarbeitet werden. Bitte beachten: Die erteilte Einwilligung kann jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@sor.de (Datenschutzbeauftragter) widerrufen werden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
Schließen

Werbeblocker erkannt!

Werbeblocker erscheinen auf den ersten Blick praktisch, weil sie störende Anzeigen ausblenden. Doch viele Internetseiten finanzieren sich ausschließlich durch Werbung – das ist oft die einzige Möglichkeit, die Kosten für Redaktion, Technik und Personal zu decken. Wenn Nutzer einen Werbeblocker aktivieren, entziehen sie der Seite diese wichtige Einnahmequelle. Die Folge: Verlage und Webseitenbetreiber verlieren  Einnahmen, die oft sogar die Gehälter ganzer Teams oder Redaktionen gefährden. Ohne Werbeeinnahmen fehlen die Mittel, um hochwertige Inhalte kostenlos anzubieten. Das betrifft nicht nur große Medienhäuser, sondern auch kleine Blogs, Nischenportale und lokale Nachrichtenseiten, für die der Ausfall durch Werbeblocker existenzbedrohend sein kann. Wer regelmäßig eine werbefinanzierte Seite nutzt, sollte sich bewusst machen, dass der Betrieb und die Pflege dieser Angebote Geld kosten – genau wie bei einer Zeitung oder Zeitschrift, für die man selbstverständlich bezahlt. Werbeblocker sind daher unfair, weil sie die Gegenfinanzierung der Verlagskosten und Personalgehälter untergraben, während die Inhalte weiterhin kostenlos genutzt werden. Wer den Fortbestand unabhängiger, kostenloser Online-Inhalte sichern möchte, sollte deshalb auf den Einsatz von Werbeblockern verzichten oder zumindest Ausnahmen für seine Lieblingsseiten machen. Wenn Sie unsere Seite weiterhin lesen möchten, dann seien Sie fair! Danke.