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Südkoreas Kartellbehörde verhängt Strafe gegen Deutsche Lufthansa

Seoul. Die südkoreanische Kartellbehörde FTC hat 21 Fluggesellschaften aus 16 Ländern, darunter auch die Deutsche Lufthansa, wegen unfairer Geschäftspraktiken zu Geldstrafen verurteilt. Die Fluglinien sollen sich in den vergangenen sieben Jahren zu Kerosinzuschlägen bei Frachtflügen oder zu Erhöhung der Zuschläge abgesprochen haben, teilte die Behörde am Donnerstag in Seoul mit. Insgesamt müssen die Fluggesellschaften umgerechnet 79 Millionen Euro zahlen. Die Lufthansa wollte sich zur Höhe der Strafe nicht äußern.

Zu den betroffenen Unternehmen zählen neben der Deutschen Lufthansa unter anderem Japan Airlines International, Cathay Pacific Airways, Singapore Airlines, Air France, Korean Air Lines und Asiana Airlines. Auf Korean und Asiana entfällt der Großteil der Strafe. Den Fall aufgedeckt haben Scandinavian Airlines und Air India.

Die Praktiken hätten im südkoreanischen Flugmarkt zu Umsatzverlusten geführt, teilte die Fair Trade Commission (FTC) weiter mit. Die Airlines hätten zunächst in den späten 1990er Jahren versucht, über die International Air Transport Association (IATA) für alle Airlines Kerosinzuschläge einzuführen, dafür jedoch keine Erlaubnis erhalten. Daraufhin hätten sich die Gesellschaften zur Einführung und Erhöhung von Zuschlägen unfairer Praktiken bedient.

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