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i-sft entwickelt mit Bayer Prüfverfahren für Hologramme

Gundersheim – Ein neuartiges Messverfahren für die Prüfung von fotopolymerbasierten Hologramm-Materialien hat die deutsche Firma i-sft auf Basis einer Kooperation mit der Bayer MaterialScience AG entwickelt. Beide Aspekte der Technologie werden am 25. Februar 2015 um 14:00 Uhr bei der Electronic Displays Conference im Rahmen der Embedded World auf der Messe Nürnberg (NCC Ost) vorgestellt. Dr. Rainer Hagen von Bayer MaterialScience präsentiert dabei den Fotopolymer-Film Bayfol® HX, der volumetrische High-Resolution-Holografie für die Massenproduktion ermöglicht. Mit dem neuen Verfahren von i-sft, das von Tomasz Tarnowski erläutert wird, können holografische Abbildungen, die mit solchen Filmen reproduziert werden, zugleich qualitativ und quantitativ analysiert werden. Mit der neuen Methode von i-sft ist es beispielsweise möglich, eine automatisierte In-Line-Prüfung von gedruckten Hologrammen bei reproduzierbarer Toleranz zu realisieren. Damit kann i-sft die kommerzielle Nutzung des von Bayer entwickelten holografischen Materials unterstützen.

Quelle: i-sft GmbH
Quelle: i-sft GmbH

Der Fotopolymer-Film von Bayer ermöglicht beispielsweise die Farbwiedergabe von 3D-Bildern und eine sehr exakte Lichtkontrolle. Dadurch eignet sich Bayfol® HX für neue Technologien wie autostereoskopische 3D-Displays oder energieeffiziente Lichtlösungen. Dafür sind kundenspezifisch konfektionierte Filmrollen bis zu einer Breite von 1600 Millimeter verfügbar. Vermarktet wird das Material im Rahmen von Entwicklungsprojekten, für die Bayer MaterialScience den gesamten Prozess von der Fotopolymer-Herstellung über die Laseraufzeichnung bis zur Filmentwicklung anbietet.

Mit der von i-sft vorgestellten neuen Prüftechnologie lassen sich gleichzeitig mehrere quantitative Charakteristika von Hologrammen bereits schon bei Herstellung von Bayfol® HX prüfen, darunter Helligkeitsverteilung, Farbwiedergabe, Dispersion und Farbverschiebung, jeweils über relevante Raum-Winkel und für beliebige Schnittflächen der virtuellen Abbildung. Zusätzlich können optische Eigenschaften wie Farbmischung und Farbübersprechen in der sogenannten Eyebox, also im Sichtfeld eines Hologramm-Betrachters, analysiert und verifiziert werden. Dies gibt Aufschlüsse über die Qualität des erzeugten Bildes aus Sicht des Nutzers und trägt zur Optimierung des Hologramm-Herstellungsprozesses bei.

Mit dem technologischen Prozess, den Bayer MaterialScience und i-sft in Nürnberg vorstellen, eröffnen die beiden Partner ihren Kunden einen Einstieg in den wachsenden Markt für holografische optische Lösungen, z.B. auch für 3D-Displays und fast beliebige andere technische Anwendungen. Eine Studie des Forschungsinstituts MarketsandMarkets prognostiziert diesem Bereich für die Jahre 2014 bis 2020 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 30,23 Prozent. Damit würde im Jahr 2020 ein weltweites Marktvolumen von 3,57 Milliarden US-Dollar erreicht.

Electronic Displays Conference, Messe Nürnberg (NCC Ost), 25. Februar 2015

www.electronic-displays.de

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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