Am 01. März hat das Bundeswirtschaftsministerium den offiziellen Referentenentwurf zur EEG-Novelle 2016 vorgelegt. Trotz massiver Warnungen aus der Branche wird darin weiterhin an einer Restriktion des Ausbaus Erneuerbarer Energien festgehalten. Der Windenergie an Land, bisher einer der Haupttreiber der Energiewende, wird eine variable Fördermenge, abhängig vom Zubau der anderen Erneuerbaren Energien, aufgezwängt. Planungssicherheit sieht anders aus. Große Windparkbetreiber, wie die Regensburger Lacuna, fürchten nun um die Zukunft der Energiewende.

Regensburg – Der „Entwurf eines Gesetzes zur Einführung von Ausschreibungen für Strom aus erneuerbaren Energien und zu weiteren Änderungen des Rechts der erneuerbaren Energien“, wie der am 01. März 2016 vorgestellte Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums offiziell heißt, ist ein schwerer Schlag für die Branche. Mit ihm legt das Ministerium nun erstmals einen konkreten Vorschlag für die für 2016 geplante EEG-Novelle vor. Darin werden die Pläne zum schon länger angekündigten Ausschreibungsverfahren konkretisiert. „Dass das Ausschreibungsverfahren nicht förderlich für den Ausbau Erneuerbarer Energien sein wird, ist hinlänglich bekannt. Die Branche ist jedoch stark genug, um dieses Problem handhaben zu können. Die variable Untergrenze der Ausschreibungsmenge für Windenergie an Land ist jedoch ein Schlag ins Gesicht für jeden seriösen Anbieter“, kommentiert Ottmar Heinen, Geschäftsführer der Lacuna Projekt GmbH, den Entwurf.

Quelle: Lacuna AG

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Onshore Windenergie besonders betroffen

Die Windenergie an Land soll laut dem neuen Entwurf eine variable Fördermenge, abhängig vom Ausbau anderer Erneuerbarer Energien, erhalten. In einer für einen solchen Entwurf höchst ungewöhnlichen Formulierung, schlägt das Ministerium einen Förderkorridor zwischen xxx MW (brutto) und 2.500 MW (netto) pro Jahr vor. „Die variable Fördermenge nimmt den Windparkbetreibern jegliche Planungssicherheit“, ergänzt Heinen. Die Lacuna will aber dennoch den Ausbau von Windkraftanlagen fortsetzen: „Wir werden uns auch in einem schwierigen Umfeld weiter behaupten und auch dieses Jahr weitere Windkraftprojekte starten. Da die Energiewende faktisch und sinnvollerweise unausweichlich ist, wird hoffentlich auch die Politik bald wieder positive Impulse senden“, so Heinen weiter. Dass die geplanten Änderungen aber erst einmal „strukturelle Verwerfungen in der gerade auch international erfolgreichen deutschen Windindustrie“ bewirken, wie der Bundesverband Windenergie befürchtet, kann dabei natürlich nicht ausgeschlossen werden. „Bisher hat sich die deutsche Windbranche exzellent entwickelt, ist technologisch Vorreiter und sichert Arbeitsplätze für 130.000 Menschen. Dieser Status gerät nun in Gefahr“, warnt auch Heinen vor einer Trübung des Geschäftsumfeldes. Für Investoren entsteht jetzt erst Recht die Notwendigkeit, in Parks einzusteigen, die derzeit schon am Netzt sind und noch von den alten EEG-Richtlinien profitieren. Anlagen, wie der Lacuna Windpark Hohenzellig, bieten dadurch ein langfristig kalkulierbares und rentables Investment, welches den notwendigen Umstieg auf saubere, regenerative Energien unterstützt.

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Quelle: Lacuna AG

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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