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Tag des Handwerks: ZDH-Präsident Jörg Dittrich kritisiert Einsparungen bei beruflicher Bildung und wirbt für Gleichwertigkeit

Zum Tag des Handwerks am kommenden Samstag hat ZDH-Präsident Jörg Dittrich für seine Branche geworben und gleichzeitig die Politik vor Einschnitten im Bildungsbereich gewarnt.

Tag des Handwerks deckt rückläufige Ausbildungsverträge auf

„Es gibt nicht eine gute und eine schlechte Ausbildung. Akademische und berufliche Bildung sind gleichwertig“, sagte der Handwerkspräsident dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. In der gesellschaftlichen Wahrnehmung sehe das allerdings anders aus. Umso unverständlicher sei es, dass erneut über Einsparungen bei der beruflichen Bildung gesprochen werde. „Vor dem Hintergrund der Pisa-Ergebnisse, rückläufiger Ausbildungsverträge in der Industrie und der Erwartung, dass das Handwerk einen Teil dieses Rückgangs auffängt, ist das nicht nachzuvollziehen“, kritisierte er.

„Das jahrzehntelange Bildungsmantra lautete: Wohlstand und beruflicher Erfolg sind nur über Abitur und ein anschließendes Studium zu erreichen. Diese Vorstellung fällt uns inzwischen auf die Füße“, sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks dem RND. Aus den Statistiken ergebe sich jedoch ein anderes Bild. „In Sachsen wurden beispielsweise die Vergütungen von Meisterinnen und Meistern mit denen von Menschen mit Bachelorabschluss verglichen. Und es gab praktisch keinen grundlegenden Unterschied“, sagte der Dachdeckermeister und Firmenchef.

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Den zunehmenden Zuspruch junger Menschen zu seiner Branche erklärte Dittrich so: „In einer immer digitaleren und stärker entmaterialisierten Welt suchen Menschen nach etwas, das sie anfassen, fühlen, sehen können.“ Dazu komme das soziale Miteinander. „Es geht immer auch um menschliche Begegnungen. Diese unmittelbaren Kontakte sind ein großes Plus des Handwerks. Ich glaube, dass dieses Miteinander in Zukunft noch mehr Menschen anziehen wird.“

Foto: Handwerk-Schriftzug (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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