Finanzen

Dax unter Druck: Schwache Einkaufsmanagerindizes und hoher Ölpreis belasten Märkte

Der Dax ist am Freitag nach einem bereits schwachen Start in den Handelstag bis zum Mittag weiter klar im roten Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.145 Punkten berechnet, 0,9 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

Schwache Einkaufsmanagerindizes

„Die jüngsten europäischen Einkaufsmanagerindizes liefern den Anlegern kaum Argumente für neue Aktienkäufe“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Mit Ausnahme des deutschen Dienstleistungssektors blieben die Daten hinter den Erwartungen zurück. In Frankreich rutschten die Indikatoren sogar in den Kontraktionsbereich. Die Hoffnung auf eine nachhaltige konjunkturelle Erholung in Europa bekommt damit einen weiteren Dämpfer.“

„Besonders problematisch ist, dass sich gleichzeitig keine Entspannung bei den Energiepreisen abzeichnet. Die Nordseesorte Brent nähert sich inzwischen der Marke von 115 US-Dollar je Barrel. Damit wächst die Gefahr, dass die ohnehin schwache Konjunktur durch steigende Produktionskosten und einen erneuten Inflationsschub zusätzlich belastet wird. Die europäischen Aktienmärkte geraten zunehmend zwischen die Fronten von schwächerem Wachstum und hartnäckigem Preisdruck.“

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„Hinzu kommt, dass mit den Technologieaktien ausgerechnet die bisherigen Zugpferde der Börsenrally an Schwung verlieren. Die Anleger müssen damit gleich zwei Entwicklungen verkraften: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern sich. Währenddessen reicht die Hoffnung auf einen anhaltenden KI-Boom nicht mehr aus, um die Kurse zu stützen. Wenn die bisherigen Gewinner nicht mehr ziehen und die Konjunktur gleichzeitig schwächelt, wird die Luft für den Gesamtmarkt zunehmend dünner“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1201 US-Dollar. Ein Dollar war dementsprechend für 0,8928 Euro zu haben.

Der Goldpreis stieg leicht an, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.025 US-Dollar gezahlt (+0,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 115,53 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 114,30 US-Dollar. Das waren 1,0 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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