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Volkswagen-Krise: SPD-Fraktionsvize Armand Zorn fordert Produktstrategie statt neuer Einsparungen bei Beschäftigten

SPD-Fraktionsvize Armand Zorn hat die Konzernführung von Volkswagen davor gewarnt, die angefallenen Milliardenverluste mit Einschnitten bei den Arbeitnehmern zu beantworten. Nötig sei vielmehr eine strategische Umorientierung bei den Produkten. „Die Antwort auf die Krise kann nicht sein, immer neue Einsparungen von den Beschäftigten zu verlangen“, sagte Zorn den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Freitagsausgaben).

Was Volkswagen jetzt brauche, „sind bessere Produkte, mehr Innovation und eine klare Strategie für die Zukunft. Dafür trägt der Vorstand die Verantwortung“, so der SPD-Politiker weiter.

Die schwierige Lage bei Volkswagen sei nicht allein auf die Krise der Automobilindustrie zurückzuführen. „Auch das Management trägt dafür erhebliche Verantwortung“, sagte Zorn. Technologische Entwicklungen seien „verschlafen“ worden, „wichtige Modelle kamen zu spät auf den Markt“. Hinzu kämen „unnötige Konflikte mit den Belegschaften“ und der „völlig unangemessene Auftritt des Audi-Chefs“ bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump, so der SPD-Fraktionsvize.

Die Beschäftigten hätten mit dem Anfang September vereinbarten Sanierungskonzept bereits erhebliche Zugeständnisse gemacht. Auch die Politik sei der Automobilindustrie entgegengekommen, zuletzt bei den Flottengrenzwerten. „Jetzt ist das Management am Zug“, sagte Zorn.

Foto: Armand Zorn (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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