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Umfrage: Geschlecht für Mehrheit bei Bundespräsidentenwahl egal

Für eine große Mehrheit der Bundesbürger spielt das Geschlecht bei der Besetzung des höchsten Staatsamtes weiterhin keine Rolle. Das ergab eine Forsa-Umfrage für die Sender RTL und ntv.

70 Prozent ist es demnach egal, ob als Nächstes ein Mann oder eine Frau das Amt übernimmt. 28 Prozent wünschen sich ausdrücklich eine Bundespräsidentin, nur zwei Prozent bevorzugen einen Mann. Der Anteil derjenigen, die eine Frau im Amt bevorzugen, ist damit gegenüber August von 19 auf 28 Prozent gestiegen. Unter den befragten Frauen sprechen sich 36 Prozent ausdrücklich für eine Bundespräsidentin aus. Am häufigsten wünschen sich die Anhänger der Grünen (44 Prozent) und der Linken (43 Prozent) eine Frau im höchsten Staatsamt.

Unter den abgefragten möglichen Kandidaten für das höchste Staatsamt liegt Angela Merkel mit Abstand vorn. 50 Prozent der Bundesbürger halten die ehemalige Bundeskanzlerin für geeignet. Es folgen Ilse Aigner mit 36 Prozent und Thomas de Maizière mit 33 Prozent. Merkel und Aigner sind die einzigen der abgefragten Personen, denen mehr Bundesbürger das Amt zutrauen als nicht zutrauen.

Julia Klöckner halten 28 Prozent für eine geeignete Bundespräsidentin, 51 Prozent sehen das anders. Markus Söder trauen 22 Prozent das Amt zu, 70 Prozent halten ihn für ungeeignet. Annegret Kramp-Karrenbauer kommt auf 21 Prozent positive Einschätzungen, während 60 Prozent sie für nicht geeignet halten. Karin Prien halten 13 Prozent für geeignet, Boris Rhein 9 Prozent und Ines Claus 4 Prozent. Allerdings kann eine Mehrheit die drei nicht beurteilen oder kennt sie nicht. Bei Prien sind es 57 Prozent, bei Rhein 67 Prozent und bei Claus 83 Prozent. Als ungeeignet bewerten sie 30, 24 beziehungsweise 13 Prozent der Bundesbürger.

In Bayern hält eine Mehrheit von 52 Prozent Aigner für eine geeignete Bundespräsidentin. Söder trauen dort mit 31 Prozent deutlich weniger Befragte das Amt zu. Auch Merkel liegt in Bayern mit 49 Prozent knapp hinter Aigner. Im Osten wie im Westen erhält dagegen Merkel die höchsten Eignungswerte. In Ostdeutschland halten sie 48 Prozent für geeignet, in Westdeutschland 51 Prozent. Aigner kommt im Westen auf 37 Prozent, im Osten auf 25 Prozent. Thomas de Maizière wird in beiden Landesteilen ähnlich bewertet, mit 32 Prozent im Osten und 33 Prozent im Westen. Söder erreicht dort 20 beziehungsweise 22 Prozent.

Aigner, Merkel und Klöckner gehören unter den Unionsanhängern zu den am häufigsten als geeignet bewerteten Personen für das höchste Staatsamt. Aigner liegt mit 64 Prozent vorn, gefolgt von Klöckner mit 55 Prozent und Merkel mit 46 Prozent. Thomas de Maizière erreicht mit 45 Prozent einen ähnlich hohen Wert wie Merkel. Merkel halten besonders viele Anhänger der Linken (83 Prozent), der Grünen (64 Prozent) und der SPD (57 Prozent) für eine geeignete Bundespräsidentin.

Aigner trauen auch 46 Prozent der Grünen-Anhänger und 44 Prozent der SPD-Anhänger das Amt zu. De Maizière kommt in diesen beiden Gruppen auf 43 beziehungsweise 46 Prozent. Klöckner erhält außerhalb der Union deutlich niedrigere Eignungswerte. Unter den SPD-Anhängern halten sie 38 Prozent für geeignet, unter den Grünenanhängern 27 Prozent, unter den Anhängern der AfD zwölf Prozent und unter denen der Linken zehn Prozent.

Foto: Standarte des Bundespräsidenten (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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