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Rentenversicherungsbericht: Renten sollen 2027 um 4,09 Prozent steigen

Den rund 21 Millionen gesetzlich versicherten Rentnern steht auch im kommenden Jahr eine Rentenerhöhung von mehr als vier Prozent in Aussicht.

Das Bundesarbeitsministerium rechnet mit einer Anhebung um 4,09 Prozent zum 1. Juli 2027, wie aus dem Entwurf des neuen Rentenversicherungsberichts der Bundesregierung hervorgeht, über den die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwochsausgabe) berichtet. In diesem Jahr waren die Renten zum 1. Juli um 4,24 Prozent gestiegen.

Der Beitragssatz zur Rentenversicherung bleibt den neuen Daten zufolge im kommenden Jahr noch stabil bei 18,6 Prozent des Bruttolohns. Von 2028 an müssen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber als Beitragszahler allerdings auf deutliche Mehrbelastungen einstellen. Dann steigt der Beitragssatz um 1,1 Prozentpunkte auf 19,7 Prozent, zeigt der Entwurf. Für 2029 wird mit einer weiteren Erhöhung auf 19,8 Prozent gerechnet. Aufgrund der verbesserten Konjunkturaussichten fallen diese Werte jedoch etwas günstiger aus als zuvor erwartet. Im Frühjahr hatte die Deutsche Rentenversicherung noch einen Beitragsanstieg auf 19,9 Prozent im Jahr 2028 und auf 20 Prozent im Jahr 2029 prognostiziert.

Die Angaben zur Rentenanpassung 2027 sind noch vorläufig. Die genauen Werte ermittelt das Bundesarbeitsministerium üblicherweise im März, wenn die endgültigen Statistikdaten dafür vorliegen. Im Grundsatz orientiert sich die Rentenanpassung an der allgemeinen Lohnentwicklung. Dabei wird die Erhöhung durch die 2025 von der Regierungskoalition beschlossene „Renten-Haltelinie“ verstärkt, die bis zum Jahr 2031 gelten soll.

Außerdem liefert der neue Rentenversicherungsbericht eine Vorausschau bis zum Jahr 2040. In diesem Zeitraum könnten die gesetzlichen Renten demnach bei unveränderter Gesetzeslage um insgesamt 46,5 Prozent steigen. Das entspreche dem Entwurf zufolge einer durchschnittlichen Steigerungsrate von rund 2,8 Prozent pro Jahr. Mögliche Änderungen durch die von der Koalition geplante neue Rentenreform sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Foto: Rentenversicherung (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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