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Arbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt sinkt im Oktober leicht

Die Arbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt ist im Oktober leicht gesunken. Das teilte die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit am Freitag mit.

86.935 Menschen waren demnach arbeitslos gemeldet, 1.043 Personen oder 1,2 Prozent weniger als im September, aber 1.044 Personen oder 1,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 7,9 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert; vor einem Jahr hatte sie 7,7 Prozent betragen.

Im Rechtskreis SGB III waren 30.284 Menschen arbeitslos gemeldet, 527 weniger als im September und 1.178 mehr als vor einem Jahr. Im Rechtskreis SGB II waren es 56.651, 516 weniger als im Vormonat und 134 weniger als im Vorjahr. 5.046 Arbeitslose fanden eine Beschäftigung, 1.082 weniger als im Vormonat und 183 weniger als vor einem Jahr. 5.697 Menschen meldeten sich aus einer Beschäftigung arbeitslos, 123 mehr als im September und 332 weniger als vor einem Jahr.

Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen ist im Oktober um 21 auf 16.875 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 1.564 Stellen weniger, ein Rückgang von 8,5 Prozent. Arbeitgeber meldeten 3.332 neue Stellen, 172 weniger als im September und 45 weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn sind 33.491 Stellen eingegangen, 4,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Unterbeschäftigung sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent auf 108.931 Personen. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung lag bei 113.460, 1.226 weniger als im Vormonat und 5.536 weniger als im Vorjahr.

Sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren nach Hochrechnung für August 788.600 Menschen, 8.500 mehr als im Vormonat und 5.100 weniger als vor einem Jahr. Markus Behrens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, erklärte, die Arbeitslosigkeit sei insgesamt geringfügig gesunken, liege aber insbesondere im Bereich der Arbeitslosenversicherung weiter über dem Vorjahresniveau. Eine wirtschaftliche Trendwende lasse wegen der anhaltenden Konjunkturschwäche weiter auf sich warten. Hauptursachen seien die hohe Unsicherheit durch geopolitische Konflikte sowie gestiegene Energie- und Produktionskosten. Zudem bestehe ein Passungsproblem zwischen den Qualifikationsanforderungen der Betriebe und den Profilen der Bewerber. Der prozentual höchste Rückgang der Arbeitslosigkeit sei saisonal bedingt bei jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren zu verzeichnen; die Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe sank um 495 auf 9.493, lag aber 545 oder 6,1 Prozent über dem Vorjahr.

In den Landkreisen und kreisfreien Städten entwickelte sich die Arbeitslosigkeit unterschiedlich. Im Jerichower Land sank der Bestand gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent, im Burgenlandkreis stieg er um 7,1 Prozent. Die Spannweite der Arbeitslosenquoten reichte von 5,4 Prozent im Landkreis Börde bis 9,8 Prozent in Halle (Saale) und im Landkreis Mansfeld-Südharz.

Foto: Bundesagentur für Arbeit (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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