Wirtschaft

Schaefflerplant Sparprogramm: netto 3.460 Stellen in Europa betroffen

Der Autozulieferer Schaeffler hat ein weiteres Sparprogramm angekündigt. Im Zuge der Umsetzung des Programms sollen netto insgesamt 3.460 Stellen in der Region Europa abgebaut werden, teilte der Konzern am Dienstag mit.

Davon entfallen rund 2.660 Stellen auf Deutschland und rund 800 Stellen auf das restliche Europa. Rund 50 Prozent betreffen dabei die Produktion, 30 Prozent den Bereich Forschung und Entwicklung und 20 Prozent weitere Funktionsbereiche. Vom Abbau sind 16 Standorte in der Region Europa betroffen. Fünf Standorte, davon vier in Deutschland, sollen „perspektivisch geschlossen werden“. Dazu gehören das Werk in Dortmund mit aktuell 430 Beschäftigten sowie der Standort Morbach mit 160 Mitarbeitern, die beide zur Sparte Powertrain & Chassis gehören und Produkte für Verbrennungsmotoren herstellen.

Zudem ist laut Schaeffler geplant, die Aktivitäten am Standort Berlin mit aktuell etwa 270 Beschäftigten einzustellen und den Standort Schwalbach aufzugeben. Ein „Großteil“ der rund 385 Beschäftigten soll an den Schaeffler-Standort in Frankfurt wechseln. Insgesamt sind Unternehmensangaben zufolge rund 190 Stellen vom Abbau betroffen.

Darüber hinaus ist vorgesehen, die Aktivitäten im Werkzeugbau am Standort Höchstadt einzustellen und im Sondermaschinenbau an den Standorten Erlangen und Schweinfurt „Anpassungen“ vorzunehmen. Ferner sind „Kapazitäts- und Strukturanpassungen“ an weiteren Standorten in Deutschland – darunter Herzogenaurach, Bühl, Höchstadt, Nürnberg und Regensburg – geplant.

Außerhalb Deutschlands sollen die Produktions- und Entwicklungskapazitäten an den französischen Standorten Haguenau und Toulouse sowie an den Standorten Skalica und Kysuce in der Slowakei „angepasst“ werden. Der Produktionsstandort Herstal in Belgien mit etwa 15 Mitarbeitern wird geschlossen. Detaillierte Informationen zu den Planungen an den jeweiligen Standorten sollen im Rahmen lokaler Mitarbeiterversammlungen vorgestellt werden.

Foto: Schaeffler AG (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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