Politik

Omid Nouripour nach Tod von Hubert Aiwanger: Grünen-Politiker verurteilt Häme in sozialen Medien

Der frühere Grünen-Bundesvorsitzende Omid Nouripour hat Häme und verletzende Beiträge in sozialen Medien nach dem Tod des bayerischen Wirtschaftsministers und Freie-Wähler-Chefs Hubert Aiwanger scharf kritisiert.

„Alle sind gebeten, sich anständig zu verhalten“, sagte Nouripour den Sendern RTL und ntv. „Man redet über Tote nicht so, sondern man lässt vor allem der Familie, den Angehörigen den Raum, dass sie trauern können. Und deshalb gebietet sich, dass man da einfach mal die Klappe hält.“

Darauf angesprochen, dass auch ein grüner Lokalpolitiker einen hämischen Kommentar verfasst hat, sagte Nouripour, es sei völlig egal, ob das jetzt seine Partei gewesen sei oder eine andere. Aiwanger sei ein Mensch, der eine Familie habe. Egal, ob er jetzt ein Mensch gewesen sei, der seine Partei hart und auch unfair kritisiert habe oder nicht, gelte Respekt gegenüber den Hinterbliebenen.

Nouripour selbst zeigte sich betroffen über den plötzlichen Tod des 55-Jährigen. „Wir waren nicht befreundet, hatten viele Meinungsverschiedenheiten“, sagte er. Trotzdem seien alle einfach nur schockiert. „Natürlich ist es so, dass Leute, die man kennt, wenn sie so plötzlich weg sind, dass man darüber nachdenkt, was ist eigentlich mit der eigenen Vergänglichkeit zu tun hat“.

Aiwanger war am Mittwoch in einem Berliner Hotel tot aufgefunden worden. Anzeichen für Fremdverschulden habe es laut Staatsanwaltschaft nicht gegeben.

Foto: Hotel Neuer Fritz am 04.11.2026 / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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