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Europäische Wahlergebnisse spielen den Finanzmärkten in die Karten

Das im Vorfeld mitunter als politisches Risiko bezeichnete Superwahljahr in Europa verläuft bisher ganz im Sinne der Finanzmärkte. Der Sieg von Emmanuel Macron bei den französischen Präsidentschaftswahlen begünstigt Aktien und stärkt den Euro, denn von Macron ist eine proeuropäische Politik zu erwarten. Auch vom Wahlausgang in den Niederlanden ging keine weitere Verunsicherung aus. In ihrem aktuellen Marktausblick rechnet die Zürcher Kantonalbank Österreich AG damit, dass europäische Aktienmärkte vom aktuellen Anlageumfeld überproportional profitieren sollten. Zudem spricht vieles dafür, dass die Wachstumsbeschleunigung in diesem Jahr neben den Industriestaaten auch in den Schwellenländern Einzug hält.

Quelle: Zürcher Kantonalbank Österreich AG

Salzburg / München Nach anfänglich schwacher Tendenz legten die globalen Aktienmärkte im April zum Monatsende kräftig zu. Denn bereits nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich galt es als äußerst wahrscheinlich, dass kein populistisches, europakritisches Staatsoberhaupt in Paris an die Macht kommt. Das Votum bei der Stichwahl am vergangen Sonntag war schließlich eindeutig. „Dieses Ergebnis beflügelt Aktien und stärkt auch den Euro. Damit verläuft das europäische Superwahljahr mit den Volksentscheiden in den Niederlanden und Frankreich bisher ganz im Sinne der Finanzmärkte“, analysiert Christian Nemeth, Vorstandsmitglied und Chief Investment Officer der Zürcher Kantonalbank Österreich AG. Der Fokus richtet sich nun bereits auf die französischen Parlamentswahlen Mitte Juni. Durchaus wahrscheinlich ist, dass Macron mit einer „Cohabitation“, also einem Premier, den nicht seine „En Marche!“-Bewegung stellt, vorliebnehmen muss. Den neuen Regierenden dürfte es dann schwer fallen, einen gemeinsamen Nenner für die politische Stoßrichtung zu finden – ein Reformstau droht.

Vieles spricht für raschen globalen Aufschwung

Unabhängig von politischen Ereignissen zeigt sich die globale Konjunktur in guter Verfassung. Beim globalen Handel zeichnet sich seit letztem Herbst eine Wende und somit eine erfreuliche Entwicklung ab. „Die Wirtschaftsdaten deuten immer mehr darauf hin, dass die Wachstumsbeschleunigung im Jahr 2017 nicht nur die Industriestaaten, sondern auch die Schwellenländer erfasst“, meint Nemeth. BIP-Wachstumsraten, die vergleichbar mit jenen vor der Finanzkrise wären, sind vorerst aber noch nicht zu erwarten. In den USA schaffen steigende Gewinne die Basis für eine weiterhin lebhafte Investitionstätigkeit. Die Eurozone ist von Vollbeschäftigung noch weit entfernt, allerdings ist die Arbeitslosenquote bereits seit Längerem rückläufig.

Aktien: Gewinnerwartungen und Kurse steigen

In den letzten Monaten haben die Finanzexperten die Prognosen für die Gewinnentwicklung der börsennotierten Unternehmen sukzessive hochgestuft. „Eine positive Gewinnentwicklung ist eine wichtige Voraussetzung für weiter steigende Kurse. Derzeit liegt das erwartete Gewinnwachstum für die entwickelten Märkte im Jahr 2017 zwischen 9 und 12 Prozent“, so der Experte der auf Private Banking spezialisierten Zürcher Kantonalbank Österreich AG. Das global breit abgestützte Wirtschaftswachstum und auch die jüngsten Wahlergebnisse in Europa machen Aktien weiterhin attraktiv. Zudem ist auch keine schärfere Gangart bei der US-Notenbank Fed zu befürchten. „Von diesem Anlageumfeld sollten vor allem die europäischen Aktienmärkte überproportional profitieren können. Auch aus Bewertungssicht spricht einiges für den alten Kontinent“, erläutert Nemeth. Bei Anleihen geht die in Österreich und Süddeutschland aktive Privatbank von einer Seitwärtsbewegung aus, das positive konjunkturelle Umfeld begünstigt auch hier die Segmente Unternehmensanleihen, High Yield und Emerging Markets.

Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG

Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG ist ein auf Private Banking – insbesondere die professionelle Betreuung von vermögenden Privatpersonen und Familien, Stiftungen sowie Unternehmern – in Österreich und Süddeutschland spezialisiertes Institut. An den beiden Standorten Salzburg und Wien sind mehr als 80 Mitarbeiter beschäftigt. Aktuell verwaltet die Bank ein Kundenvolumen von über 1,4 Milliarden Euro und verzeichnet ein jährliches Wachstum von 15 bis 20 Prozent. Bei den international anerkannten Thomson Reuters Lipper Fund Awards 2017 wurde die Zürcher Kantonalbank Österreich AG gleich mit zwei ersten Plätzen ausgezeichnet. Beim Österreichischen Dachfonds Award 2016 des GELD-Magazins wurden Portfolios des Hauses mit den Plätzen eins und drei prämiert. Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG ist eine 100-prozentige Tochter der Zürcher Kantonalbank, Zürich. Das Schweizer Traditionshaus blickt auf eine mehr als 140-jährige Geschichte zurück und gilt als sicherste Universalbank der Welt. Als einziges Universalbank-Institut weltweit besitzt die Zürcher Kantonalbank, Zürich, ein Triple-A-Rating aller drei großen internationalen Ratingagenturen (Moody’s, S&P und Fitch).

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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