Hessen und Rheinland-Pfalz wollen die „Freiwilligendienste aller Generationen“ (FDaG) wiederbeleben. Die Landesregierungen beider Länder haben eine gemeinsame Gesetzesinitiative im Bundesrat beschlossen. Ziel ist, die generationenübergreifenden Dienste im Bundesfreiwilligengesetz zu verankern, teilt VoluNation, das Expertenportal für weltweite Freiwilligenarbeit, mit. Auch denjenigen Freiwilligen soll ein geregelter Dienst ermöglicht werden, die nur wenige Stunden Zeit pro Woche haben.

Quelle: VoluNation UG

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Ein entsprechendes Modellprojekt endete 2011 nach einer dreijährigen Phase, an der sich rund 8.400 Freiwillige beteiligt haben. Besonders groß war das Interesse am FDaG bei älteren Freiwilligen: Fast 65 % aller Teilnehmer waren über 50. Nach der Auswertung des Modellprojekts wurde von vielen Vertretern aus Politik und Verbänden vergeblich gewünscht, die generationenübergreifenden Freiwilligendienste auf Dauer einzuführen. Im Unterschied zum Bundesfreiwilligendienst ermöglichte der FDaG auch Teilzeitbeschäftigungen ab 8 Stunden pro Woche.

„Die neue Initiative zeigt, dass es eine Nachfrage nach zeitlich flexibler Freiwilligenarbeit gibt. Viele möchten sich engagieren, können dies aus Zeitmangel aber nicht halb- oder ganztags“, erklärt Heiner Häntze, Geschäftsführer von VoluNation. „Mit den Freiwilligendiensten aller Generationen wird denjenigen eine Chance gegeben, die nur 8 oder 10 Stunden pro Woche verfügbar sind.“

Eine Bundesratsinitiative zur dauerhaften Einführung der FDaG wurde 2012 von der Bundesregierung abgelehnt, da die Finanzierung ausschließlich vom Bund übernommen werden sollte.

Quelle: VoluNation

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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