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DIW sieht für 2009 geringeren Rückgang des deutschen BIP

Berlin. Der Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr ist nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) geringer ausgefallen als bislang angenommen. Wie das DIW am Freitag in Berlin mitteilte, betrug die Zuwachsrate des saison- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsproduktes (BIP) im vierten Quartal weiterhin 0,6 Prozent. «Zusammen mit den bislang vorliegenden amtlichen Quartalsergebnissen ergibt sich damit für das Gesamtjahr 2009 eine Schrumpfung des Bruttoinlandsproduktes um 4,8 Prozent», erklärten die Berliner Ökonomen.

Das Statistische Bundesamt hatte Mitte Januar für 2009 einen BIP-Rückgang um 5,0 Prozent gemeldet. Dies war der erste Rückgang seit sechs Jahren und der stärkste in der Geschichte der Bundesrepublik. Experten hatten im Durchschnitt ein Minus von 4,8 Prozent erwartet.

Wie das DIW erklärte, sind in den von den Statistikern errechneten Wert aufgrund des frühen Meldetermins in erheblichem Maße Schätzungen eingeflossen.

Im vierten Quartal seien die Industriesektoren (Produzierendes Gewerbe ohne Bau) mit einem erwarteten Zuwachs der Wertschöpfung um 1,6 Prozent die wichtigsten Treiber der Aufwärtsentwicklung gewesen, teilte das DIW weiter mit. Vor allem die Vorleistungsgüterproduzenten hätten besonders kräftig zugelegt, während die Hersteller von Investitionsgütern deutlich unterdurchschnittlich gewachsen seien. Für die Bauwirtschaft zeichne sich eine leichte Schrumpfung um 0,1 Prozent ab. Der Bereich «Handel, Gaststätten und Verkehr» dürfte mit 0,7 Prozent gewachsen sein, während die unternehmensnahen sowie öffentlichen und privaten Dienstleistungen mit 0,2 Prozent nur leicht zugelegt hätten.

ddp.djn/mwo/mbr

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