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Digitalisierung im Schalterschrank

Augmented Reality / Smart Engineering

In den letzten fünf Jahren hat die Digitalisierung auch vor bisher sehr statisch positionierten Wirtschaftsfeldern keinen halt gemacht. Die Digitalisierung im Schalterschrank ist so eine Sparte, wo sich vor ein paar Jahren noch kaum ein Mensch vorstellen konnte, dass hier einmal Wörter wie Augmented Reality oder Smart Engineering Einzug halten.

Unsere Redaktion konnte sich bereits im letzten Jahr im Bielefelder “Lenkwerk” beim AR Innovation Meeting über diese Trends ausführlich informieren lassen.

Das Prinzip ist sehr einfach erklärt: Brauchte man bisher bei Stromausfällen oft zahlreiche Dokumentationen auf Papier in Form von Schaltplänen, sind diese nun Leitung für Leitung und jede einzelne Sicherung und Schalter digitalisiert worden. Fällt nun ein Gerät aus, dann ist es ein Leichtes, wenn man mit dem Smartphone oder Tablett-Computer zum entsprechenden Gerät geht und die Gerätekamera auf das beeinflusste Gerät hält. Auf dem Display erscheinen nun sämtliche Zusatzinformationen, die man braucht.

Es kann dann sogar in der Software ein Weg zum entsprechenden Schaltschrank angezeigt werden. Also quasi ein Navigator quer durch den Betrieb. Die erste Frage lautet ja in der Realität immer: “Welche Sicherung ist für den Ausfall verantwortlich?”. So nun auch in der Agumented Reality, nur halt ohne die hektische Suche nach dem in Frage kommenden Schaltplatz, sondern mit ganz einfachen Arbeitsabläufen.

Digitalisierung im Schalterschrank - AR Präsentation im Lenkwerk Bielefeld.
Digitalisierung im Schalterschrank – AR Präsentation im Lenkwerk Bielefeld. Foto: ARKM Archiv

Digitalisierung findet heute statt!

Schöne neue Welt. Zumindest auf dem ersten Blick! – Die Realität im deutschen Mittelstand wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit anders aussehen. Alte Schalterschränke im organisch gewachsenen Betrieb. Neue moderne Schalterschränke im Neubau nebenan. In unserem heutigen Impulsbeitrag möchten wir Sie und Ihren Betrieb auf die aktuell stattfindende Digitalisierung im Schalterschrank vorbereiten. Denn die Digitalisierung findet heute statt – es ist ein schleichender Prozess, der aber schon in der jetzigen Zeit angegangen werden muss, damit Ihr Unternehmen in Zukunft keine Wettbewerbsnachteile hat. Unternehmen, die heute entstehen und mit dem aktuellen Stand der Technik wachsen, werden schon im Steuerungs- und Schaltanlagenbau eine durchgängige Digitalisierung von Engineering und Produktionsprozessen erreicht haben.

Für alt-gewachsene Unternehmen ist es deshalb wichtig bei Modernisierungen genau diesen Trend im Auge zu behalten. Sprechen Sie Ihren Hauselektriker gezielt auf die Digitalisierung im Schalterschrank an und planen Sie mit diesem Trend. Am Ende der Digitalisierung stehen dann enorme Kosteneinsparungen im Raum. Einerseits durch viel kürzere Ausfallzeiten (die oben geschilderte Sicherungssuche wird schnell erledigt sein) und auf der anderen Seite benötigen Sie viel weniger Servicepersonal, oder sparen durch kürzere Einsatzzeiten von externen Technikern. Aber auch die Bevorratung von Ersatzteilen kann schlanker angegangen werden. Die zu 100%ige Digitalisierung sorgt für voll automatisierte Bestellprozesse. Die Software erkennt, wenn ein Ersatzteil zum Einsatz kommt und bestellt entsprechend in Echtzeit ein neues Ersatzteil nach. Alles in allem macht es Sinn im Mittelstand jeden Unternehmensbereich auf sein Digitalisierungspotential zu durchleuchten.

Veröffentlicht von:

Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist Gründer der Mittelstand-Nachrichten und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist unter [email protected] in der Redaktion erreichbar.
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