Disruption ist DAS Buzzword in der Startup-Szene. Wer kein „Disruptor“ ist, der etablierte Unternehmen vom Markt fegt, Revolutionen vorantreibt und global skaliert, der hat es deutlich schwerer, an Investorengelder zu kommen. Der Rest der Republik fragt sich, was das denn eigentlich ist, „Disruption“. Die laut Google Trends beliebtesten Suchwörter in Kombination mit dem Begriff sind in Deutschland „Duden“, „Wiki“ und „Bedeutung“. Christoph Kull, Geschäftsleiter Vertrieb und Marketing DACH bei Workday, einem Anbieter Cloud-basierter HR- und Finance-Lösungen, in Deutschland, rät Mittelständlern, sich die Zeit freizuschaufeln und sich rechtzeitig mit digitalen Optionen für das eigene Geschäft auseinanderzusetzen.

So wappnet sich der Mittelstand für Disruption

Quelle: Workday GmbH/Hotwire

Nicht viele Startups haben wirklich das Potenzial, den Markt aufzurollen. Die, die es aber schaffen, sehen die etablierten Unternehmen oft nicht rechtzeitig kommen. Der US-Amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Clayton Christensen hat festgestellt, dass die gefährlichen Herausforderer einige Gemeinsamkeiten haben: Sie setzen auf völlig neue Technologien – die zunächst teurere und schlechtere Ergebnisse produzieren als die etablierten. Kunden fragen diese zunächst nicht nach, verlangen von ihren Lieferanten graduelle Verbesserungen der existierenden Lösungen zu günstigeren Preisen. Das bindet die Aufmerksamkeit der Marktführer, sie sehen nicht, wie schnell die neuen Technologien und die damit zu erzielenden Resultate besser werden. Wer die Mechanik der Disruption verstanden hat, kann folgendes tun:

  1. Zeit freischaufeln
    Es ist Zeit für den größten Frühjahrsputz aller Zeiten: Mittelständler müssen aufräumen, aus ihren vielen unterschiedlichen IT-Systemen eines machen. Ein System, das sich einfach verwalten lässt und selbständig aktuell hält; das wartungsarm und zukunftssicher ist; das alle relevanten Daten in Echtzeit aufbereitet und rollenspezifisch anzeigt. Cloud-Lösungen erfüllen diese Anforderungen. Einige Cloud-Anbieter gehen zudem spezifisch auf deutsche Mittelständler ein und bieten Regulierungs-Compliance von Anfang an, etwa gegenüber der neuen EU-Datenschutz­grundverordnung (EU-DSGVO). Auch das spart nochmal Zeit – und gibt darüber hinaus zusätzliche Gewissheit, die für Mittelständler zentral ist.
  2. Insights verschaffen
    Sind beispielsweise HR- und Finance-Daten in einem System, lassen sich aufschlussreiche Analysen fahren: Unternehmer sehen dann unter anderem, welche Projekte besonders lukrativ sind, welche Teams erfolgreich arbeiten, welche Fertigkeiten der Mitglieder diesen Teams zum Erfolg verhelfen. Diese Erkenntnisse erlauben es, Ressourcen effektiver zu nutzen, Fort- und Weiterbildung besser zu planen und das bestehende Geschäft insgesamt in die richtige Richtung zu steuern.
  3. Disruptoren früh erkennen
    Mit den richtigen Business-Lösungen lässt sich auch frühzeitig erkennen, in welchen Bereichen sich Rückgänge abzeichnen. In diesen Feldern sollten Unternehmer den Markt nach neuen, disruptiven Ansätzen scannen: Handelt es sich bei diesen um den Grund für die negative Entwicklung? Lohnt es sich, selbst in diese neuen Ansätze zu investieren? Oder können die Rückgänge durch eigene, neue und digitale Geschäftsmodelle abgefangen werden?

​Gegen ungelenkte Disruption hilft nur: Innovation. Mittelständische Unternehmen können mit neuen Konkurrenten auf dem Markt nur mithalten beziehungsweise diese überflügeln, wenn sie selbst flexibler und effizienter werden. Der Schlüssel dazu ist die IT. Moderne Cloud Software bietet ein geringes Investitionsrisiko und kann Prozesse deutlich beschleunigen. Unternehmer können schneller und strategischer entscheiden. Mittelständler sollten daher dringend ihre Optionen prüfen, um für die digitale Zukunft gerüstet zu sein.

Quelle: Workday GmbH/Hotwire

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Despina Tagkalidou

Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
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