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Leistungsfähige Machine-to-Machine-Plattform ermöglicht Kärcher die Vernetzung von Reinigungsmaschinen

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23 Uhr. Nachdem alle Mitarbeiter das Bürohochhaus im Herzen Düsseldorfs verlassen haben, waren seine Fronten für einige Stunden dunkel. Doch nun erwacht das Gebäude zu neuem Leben. Die Mannschaft eines Reinigungsunternehmens verteilt sich über die insgesamt neun Stockwerke – und jede Gruppe hat mehrere spezialisierte Reinigungsgeräte dabei. Auf den Bürofluren kommen vor allem Teppich- und Trockensauger zum Einsatz. In der Kantinenküche entfernt ein leistungsstarker Industriesauger sogar Flüssigkeiten vom gefliesten Boden. Und vor dem Gebäude zieht einer der Mitarbeiter seine Runden auf einer Aufsitz-Kehrmaschine und sammelt mit ihr Laub, Zigarettenstummel und anderen Abfall vom Vorplatz. Einem aufmerksamen Beobachter könnte auffallen, dass die meisten zu dieser Stunde eingesetzten Geräte das Logo eines bestimmten Herstellers tragen: Kärcher.

Szenenwechsel. Um 8.00 Uhr morgens startet der Geschäftsführer des Reinigungsunternehmens auf seinem PC die Anwendung „Kärcher Fleet“. Ein Status-Bildschirm zeigt ihm auf einen Blick die wichtigsten Informationen über die in der Nacht zuvor eingesetzte Maschinenflotte: Ihre Laufzeiten, die Füllstände von Reinigungs- und Betriebsmitteln sowie Hinweise auf anstehende Wartungen oder gegebenenfalls erforderliche Reparaturen jedes einzelnen Geräts.

Flottenmanagementlösung für Reinigungsmaschinen

Ohne diese intelligente Flottenmanagementlösung wäre es erheblich zeitintensiver und fehleranfälliger, dieselben Informationen zu sammeln: Das Reinigungspersonal hätte noch in der Nacht Zähler- und Füllstände ablesen und auf Meldebögen eintragen müssen. Gegebenenfalls müsste ein Mitarbeiter die Maschinen, die am Morgen zum Teil schon wieder an anderen Einsatzorten gebraucht werden, einzeln besuchen und ihre Daten erfassen. Doch Kärcher-Kunden, die das vernetzte Flottenmanagement zu ihrem Reinigungsmaschinenpark mit dazu buchen, brauchen sich über solchen Aufwand keine Gedanken zu machen. Denn sie profitieren von der Machine-to-Machine-Kommunikation („M2M“) von Vodafone.

Mit ihr unterstützt Vodafone seinen Geschäftspartner Kärcher dabei, seine Angebote innovativ weiterzuentwickeln. Kunden wie Kärcher, die von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, bezeichnet Vodafone als „Ready Business“ – Unternehmen, die bestens auf die Zukunft vorbereitet sind. Dank Vernetzung und Remote-Zugriff auf Reinigungsmaschinenflotten ermöglicht Kärcher wiederum seinen Kunden, Kosten zu senken und gleichzeitig schneller auf Markt- und Kundenanforderungen zu reagieren.

Kärcher ist bereit für innovative Reinigungsmaschinen. Prof. Dr. Matthias Mertens, Vice President IT bei Kärcher (rechts) und Brigitte Maar, International Account Manager bei Vodafone (links). Quelle: Vodafone GmbH
Kärcher ist bereit für innovative Reinigungsmaschinen. Prof. Dr. Matthias Mertens, Vice President IT bei Kärcher (rechts) und Brigitte Maar, International Account Manager bei Vodafone (links). Quelle: Vodafone GmbH

Neben der Protokollierung und Zustandsüberwachung der Maschinen und ihrer Einsätze ist Kärcher Fleet zudem ein wichtiges Hilfsmittel zur Planung und Optimierung: So zeigt das Tool auf Wunsch Potenziale auf, wie sich die Auslastung der Maschinen erhöhen lässt. Und die verbesserte Erkennung von Servicebedarf sowie die Planung vorbeugender Wartung können die Anzahl von Servicemaßnahmen erheblich reduzieren. Gleichzeitig verbessert Kärcher Fleet die Einsatzbereitschaft des jeweiligen Maschinenfuhrparks, indem Ausfallzeiten deutlich reduziert werden.

Im Hintergrund arbeitet die M2M-Plattform von Vodafone

In jeder Reinigungsmaschine, die für Kärcher Fleet ausgerüstet ist, ist eine globale SIM-Karte von Vodafone eingebaut. So gewährleistet der international aufgestellte Kommunikationskonzern, dass die Kärcher-Maschinen auch in vielen Ländern außerhalb Deutschlands mit der innovativen Flottenmanagement-Lösung verwaltet werden können. Über das Mobilfunknetz übermitteln die in den Maschinen eingebauten Datenfunk-Module alle relevanten Daten wie Zustand, Betriebsart, Wartungsstand oder den angemeldeten Nutzer an die M2M-Plattform von Vodafone.

Diese M2M-Plattform besteht wieder aus mehreren zusammenwirkenden Bausteinen. Der erste dieser Bausteine heißt „RMCS“, Remote Monitoring and Control Services. RMCS stellt im M2M-Angebot des Düsseldorfer Kommunikationskonzerns die erforderlichen Funktionen zur Fernwartung und Fernbedienung von Maschinen bereit. Im Fall von Kärcher Fleet sammelt es die Daten aller vernetzten Reinigungsmaschinen und bereitet diese für die Darstellung und Analyse auf dem Dashboard der Kärcher-Software auf. Einen weiteren wichtigen Beitrag dazu leistet auch die „Vodafone Global Data Service Platform“ oder kurz „GDSP“. Sie verwaltet die SIM-Karten und gewährleistet die Datenkommunikation zwischen allen mit M2M-Modulen und Vodafone-SIM-Karten bestückten Maschinen. Auf Basis von RMCS und GDSP läuft auch eine Vielzahl weiterer Anzeige- und Analyse-Lösungen, die Vodafone für andere seiner Business-to-Business-Kunden realisiert hat.

Dabei hat Vodafone sein M2M-Lösungspaket für Kärcher Fleet gezielt angepasst. So unterstützt es neben dem Auslesen von Zähler- und Füllständen sowie Betriebsdaten auch Maschineneinstellungen aus der Ferne. Und da die leistungsfähige und international ausgelegte Vodafone-M2M-Plattform umfangreiche Möglichkeiten zur Individualisierung bietet, kann Kärcher seine Flottenmanagement-Lösung seinerseits für Kunden aus unterschiedlichsten Branchen anpassen.

„Vodafone unterstützt uns dabei, mit Kärcher Fleet ein wichtiges Differenzierungsmerkmal zu realisieren. Die hohe Kompetenz von Vodafone im M2M-Bereich war für Kärcher ausschlaggebend. Deshalb haben wir uns für diesen Partner entschieden.“, berichtet Prof. Dr. Matthias Mehrtens, Vice President Information Systems bei Kärcher. Und die für Kärcher zuständige Account Managerin Brigitte Maar ergänzt: „Die gemeinsame Lösungsentwicklung führte zu einem sehr überzeugenden Ergebnis – und dies in ausgesprochen kurzer Zeit.“

Skalierbar für alle Unternehmens- und Anwendungsgrößen

Besonders interessant für mittelständische Unternehmen: Zu der ausgeprägten Flexibilität der M2M-Plattform von Vodafone zählt auch ein hohes Maß an Skalierbarkeit. So lassen sich in Zusammenarbeit mit Vodafone Projekte in ganz unterschiedlichen Größenordnungen realisieren. Angefangen bei kleinen Szenarien, die lediglich eine Handvoll Maschinen oder Fahrzeuge für Monitoring, Steuerung oder Netzanbindung mit M2M-Technik ausrüsten, bis hin zu wie Anwendungen mit vielen hundert, tausend oder zehntausend vernetzten Einheiten.

Mit Hilfe von Vodafone können Unternehmen zum Beispiel Verkaufsautomaten, Produktionsanlagen, Fahrzeuge, Container oder Spezialgeräte vernetzen – kurz gesagt: jeden nur erdenklichen Maschinentyp. Die M2M-Anbindung bietet dann die Grundlage für eine Vielzahl von Prozessen und Geschäftsmodellen – nicht zuletzt durch intelligente Analyse und Interpretation der erhobenen Daten mit „Big Data“-Verfahren.

Manche Anbieter entsprechender Lösungen sprechen von „Machine-to-Machine Communications“ beziehungsweise M2M, andere nutzen den Trendbegriff „Internet of Things“ (IoT). Technisch steckt dahinter auf jeden Fall immer die Kommunikation zwischen Geräten, Systemen oder Anlagen übers Mobilfunknetz. Und dafür heißt der beste Ansprech- und Technologiepartner Vodafone. Das Flottenmanagement von Kärcher ist dafür ein perfektes Beispiel – neben unzähligen weiteren.

Veröffentlicht von:

Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist Gründer der Mittelstand-Nachrichten und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist unter [email protected] in der Redaktion erreichbar.
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