München – Die weltweiten Werbeausgaben speziell für App-Installationsanzeigen in Facebook und Instagram sind im zweiten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 54 % gestiegen. Im gleichen Zeitraum konnte auch die Anzahl der Klicks um 95 % gesteigert werden. Das sind zwei Ergebnisse der aktuellen Studie rund um Trends in der mobilen App-Werbung, die Kenshoo im Vorfeld der diesjährigen dmexco vorstellt.

Wie der dritte Mobile-App-Trend-Report (Kenshoo Mobile App Advertising Trends Report) von Kenshoo zeigt, ist der zunehmende Anstieg der Social-Media-Werbeausgaben und auch die Zahl der Klicks auf Anzeigen, die für die Installation einer App werben, vor allem auf die breite Verteilung der Karussell-Anzeigen zurückführen. Das neue Werbeformat unterstützt die rotierende Ausspielung von bis zu fünf separaten Bildern und Links. Ein weiterer Treiber ist die ebenfalls zunehmende Verwendung von Video-Anzeigen. Insgesamt 42 % der Werbeausgaben für App-Installationsanzeigen entfielen im 2. Quartal dieses Jahres auf dieses Format. Beide Formate wiesen zudem eine sehr viel höhere Anzahl an Klicks auf als andere Social-Media-Anzeigen.

Quelle: pixabay.com/Dariusz Sankowski

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„Mehrere Links und Bilder einzubinden oder Apps über Videos vorzustellen, bringt Werbetreibenden sehr viel mehr Flexibilität, um die Vorzüge des Angebotes für den Nutzer herauszustellen. So ist es auch wenig überraschend, dass wir eine Umlagerung der Budgets in Richtung dieser Werbeformate sehen, wenn es um das Bewerben von App-Installationen geht“, erklärt Chris Costello, Senior Director Marketing Research bei Kenshoo. „Besonders auffallend an gerade diesen Werbeformen ist ihr Potenzial, eine sehr viel größere Interaktion mit den Usern herstellen zu können. So werden sehr viel mehr Klicks generiert, die wiederum die Wahrscheinlich erhöhen, dass eine App auch heruntergeladen und in das Alltagsleben der User integriert wird.“

Der starke Anstieg des Klickvolumens zog auch einen Anstieg der Klickrate (CTR) für App-Installationen nach sich – im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum verzeichnete Kenshoo einen Zuwachs von 4 % und damit einen neuen Rekordwert in den letzten fünf Quartalen. Zugleich aber sanken die Kosten-pro-Klick (CPC) und Kosten-pro-Tausend (CPM) auf jeweils 21 % und 18 % gegenüber dem Vorjahr.

Die aktuelle Studie von Kenshoo weist zudem auch eine „reaktive“ Saisonalität bei den Ausgaben für mobile App-Werbung nach. Demnach fallen die Werbeausgaben für App-Installationsanzeigen im vierten Quartal 2015 deutlich niedriger aus, da sich Werbetreibende vor allem in der Vorweihnachtszeit eher auf Retail- und Produktanzeigen konzentrieren. In Q1 2016 dagegen steigen die Werbeausgaben für Installationsanzeigen erheblich an, besonders im Januar, während die Ausgaben für Produktanzeigen wieder sinken. Auch die Entwicklung der Kosten (CPC und CPM) folgen ähnlichen, aber umgekehrten Mustern – während sie im 4. Quartal für Installierungsanzeigen eher steigen, geht der Trend in den Quartalen 1 und 2 eher wieder nach unten.

Rob Coyne, Managing Director EMEA bei Kenshoo, ergänzt: „Unsere Studie zeigt, wie viel mehr Vertrauen App-Marketer in neue Anzeigenformate gewonnen haben, die gezielt für einen App-Download werben – und dementsprechend auch sehr viel mehr in diese Formate investieren. Werbetreibende gehen selbstbewusster an den Einsatz der neuen Werbeformate wie Karussell oder Video-Anzeigen heran, um Engagement zu erhöhen und Installationen zu generieren. Es unterstreicht aber auch die große Rolle, die der App-Download besonders für die Gaming-Branche spielt.“

Der Gaming-Sektor ist ein entscheidender Akteur in der mobilen App-Werbung und macht in der Analyse der Werbeausgaben für App-Installationsanzeigen von Kenshoo ganze 61 % aus. Vor allem Werbetreibende aus dem Gaming legen einen stärkeren Fokus auf App-Installationen als andere Branchen und bewerben diese entsprechend. Im Gesamtvergleich machten in Q2/2016 App-Installationsanzeigen im Gaming-Sektor 78 % aus. Zum Vergleich: In anderen Branchen betrug der Anteil 58 %.

Vor allem der starke Wettbewerb im Gaming, zusammen mit einer größeren Konzentration auf In-App-Umsätze und den Lebenszyklus eines Angebotes, führt dazu, dass Gaming-Werbekunden sehr viel mehr für Mobile Apps zahlen, als für andere Anzeigenformate. Das wiederum aber bedeutet auch, dass im Gaming-Sektor auch die Kosten höher (CPC: 0,47 $ / CPM: 3,98 $) sind, als in allen anderen Branchen (CPC: 0,17 $ / CPM: 2,69 $).

Quelle: Element C GmbH

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Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
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