Wirtschaft

Europas KI-Wettbewerb – Ökonomen sehen Europa im Abseits!

Eine Koalition führender Ökonomen, Politiker und KI-Experten Europas warnt vor einer möglichen Marginalisierung Europas im internationalen KI-Wettbewerb. Wie das Ifo-Institut am Montag mitteilte, veröffentlichte die Gruppe, zu der auch der Nobelpreisträger Philippe Aghion und die frühere EU-Kommissarin Margrethe Vestager gehören, eine neue Strategie, die Maßnahmen zur Sicherung von Europas Position im KI-Sektor vorschlägt.

Die Strategie legt dar, wie Europa sich Zugang zu Spitzen-KI sichern, den Ausbau von Infrastruktur fördern und seine Bürger vor KI-bedingten Krisen schützen kann. Vestager hob die Dringlichkeit der Situation hervor und forderte die EU-Mitgliedstaaten und die Kommission auf, unverzüglich zu handeln, um Europas Souveränität und Wohlstand zu sichern. „Überall in der Union nehmen Regierungen KI entweder nicht ernst genug oder konzentrieren sich auf andere Prioritäten. Die Empfehlungen in diesem Bericht sind konkret und sofort umsetzbar“, so Vestager. „Kommission und Mitgliedstaaten können jetzt handeln. Nichts sollte uns davon abhalten.“

Aghion erklärte, dass Europa Gefahr laufe, im Bereich KI ins Abseits zu geraten, wenn nicht schnell gehandelt werde. Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats, ergänzte, dass erhebliche Investitionen nötig seien, um die notwendige Infrastruktur aufzubauen und Abhängigkeiten von ausländischen Mächten zu vermeiden.

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Die vorgestellte Strategie zielt darauf ab, das strategische und wirtschaftliche Potenzial der europäischen Engpassstellen in der globalen KI-Lieferkette besser zu nutzen. Ein weiteres Ziel ist es, die europäischen Institutionen für eine transformative KI-Welt zu rüsten. Dazu sollen Spitzen-KI-Expertise und -Technologie in die europäischen Institutionen integriert werden, um mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten.

Zudem soll Europas Anteil an der globalen KI-Rechenleistung auf „europäische Art“ gesichert werden, indem KI-Rechenzentren auf europäischem Boden errichtet werden, um dauerhaften Zugang zu ausländischen KI-Modellen zu gewährleisten und Abhängigkeiten zu vermeiden.

Die Strategie sieht auch vor, Europa zum globalen Marktführer bei Prüf- und Sicherungstechnologie zu machen. Dies umfasst die Entwicklung von KI-Hardware, deren Sicherheit und Nutzungsmuster nachweisbar sind, um ausländische Spitzenmodelle zu beherbergen und die Einhaltung künftiger internationaler KI-Vereinbarungen zu überprüfen. Darüber hinaus sollen Maßnahmen zur Sicherstellung der Resilienz gegenüber KI-Krisen ergriffen werden, um Bedrohungen für die öffentliche Sicherheit zu minimieren.

Foto: Frau mit Laptop (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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