Wirtschaft

Biontech: Großaktionär Strüngmann kündigt baldige Neubesetzung im Vorstand an – Gespräche über Sahin-Startup

Einer der Großaktionäre und Mitgründer von Biontech, Thomas Strüngmann, rechnet mit einer baldigen Neubesetzung im Vorstand des Mainzer Biotechunternehmens.

„Die Berufung eines neuen Medizinvorstands wird nicht mehr lang dauern“, sagte Strüngmann der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). Die Position wird frei, weil die bisherige Medizin-Chefin Özlem Türeci genauso wie ihr Ehemann Ugur Sahin ihr Ausscheiden aus dem Unternehmen angekündigt hat. Bereits vor einigen Wochen wurde bekannt, dass Sahins Nachfolge als Vorstandsvorsitzender spätestens im Februar Guido Oelkers antreten soll, der vom Pharmaunternehmen Swedish Orphan Biovitrum kommt.

„Family Office“ hält 40 Prozent an Biontech

Das „Family Office“ von Thomas Strüngmann und seinem Zwillingsbruder Andreas hält mehr als 40 Prozent der Anteile an Biontech. Das Unternehmen wurde mit der Entwicklung seines Corona-Impfstoffs weltbekannt, mit dem es viele Milliarden Euro verdiente. Inzwischen hat die Nachfrage stark nachgelassen. Biontech gibt gleichzeitig viel Geld für die Entwicklung neuartiger Krebsmedikamente aus und macht daher Verluste. Kurz nachdem Sahin und Türeci ihren Rückzug angekündigt hatten, gab das Unternehmen ein Sparprogramm mit Stellenstreichungen und Werksschließungen bekannt.

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Im „nächsten, spätestens übernächsten Jahr“ werde es wichtige Daten aus der Erprobung des gegenwärtig aussichtsreichsten Kandidaten aus der Arzneimittelforschung geben, sagte Strüngmann der FAS zur Zukunft von Biontech. Auf die Frage, ob und wie er sich an dem neuen Unternehmen beteiligen wolle, das Sahin und Türeci nach eigener Aussage gründen wollen, antwortete Strüngmann: „Das hängt selbstverständlich vor allem von Ugur und Özlem ab. Zuerst müssen sie und Biontech aushandeln, welche Vereinbarungen über Patente und Lizenzen es zwischen den beiden Unternehmen geben soll. Erst wenn das juristisch ganz klar geregelt ist, können wir miteinander reden.“

Foto: Biontech (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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