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Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Juli 2026 um 13,7 Prozent gesunken

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte sind im Juli 2026 um 13,7 Prozent niedriger als im Juli 2025 gewesen.

Im Juni 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -13,9 Prozent gelegen, im Mai 2026 ebenfalls bei -13,9 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, stiegen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Juli 2026 gegenüber Juni 2026 um 0,5 Prozent.

Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse sanken im Juli 2026 um 4,4 Prozent gegenüber Juli 2025, die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse fielen um 18,6 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat entwickelten sich die Preise für Produkte aus pflanzlicher und tierischer Erzeugung gegenläufig: Pflanzliche Erzeugnisse waren im Juli 2026 um 4,6 Prozent teurer als im Juni 2026, während die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse um 1,9 Prozent sanken.

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Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die erneut gesunkenen Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese waren im Juli 2026 um 45,4 Prozent niedriger als im Juli 2025. Im Juni 2026 hatte die Vorjahresveränderung bei -35,9 Prozent gelegen, im Mai 2026 bei -53,5 Prozent. Gegenüber dem Vormonat Juni 2026 stiegen die Speisekartoffelpreise dagegen um 10,3 Prozent.

Die Erzeugerpreise für Obst waren im Juli 2026 um 26,6 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Preissenkungen gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -42,0 Prozent und bei Erdbeeren mit -2,9 Prozent.

Die Preise für Gemüse stiegen binnen Jahresfrist um 10,4 Prozent, wobei insbesondere Eissalat (+60,8 Prozent), Gurken (+48,9 Prozent) und Tomaten (+10,6 Prozent) teurer waren. Preissenkungen waren hingegen unter anderem bei Blumenkohl und Spargel zu beobachten, die sich binnen Jahresfrist um 16,8 Prozent beziehungsweise 2,0 Prozent verbilligten.

Die Preise für Futterpflanzen fielen um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Getreide war im Juli 2026 im Vergleich zum Juli 2025 hingegen um 3,0 Prozent teurer. Dies war die erste Preissteigerung im Vorjahresvergleich seit April 2025 (+8,9 Prozent gegenüber April 2024). Die Preise für Handelsgewächse insgesamt lagen im Juli 2026 um 6,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor, darunter verteuerte sich Raps um 12,9 Prozent. Die Preise für Wein waren im Juli 2026 um 0,7 Prozent höher als im Juli 2025.

Der Preisrückgang für Tiere und tierische Erzeugnisse um 18,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die gesunkenen Preise für Milch zurückzuführen. Der Milchpreis lag im Juli 2026 um 24,8 Prozent niedriger als im Juli 2025. Im Vergleich zum Vormonat Juni 2026 stiegen die Preise für Milch um 0,9 Prozent. Bei Eiern kam es binnen Jahresfrist hingegen zu einer Preissteigerung von 9,2 Prozent.

Die Preise für Tiere lagen im Juli 2026 um 16,6 Prozent niedriger als im Juli 2025. Maßgeblich dafür war der Preisrückgang bei Schlachtschweinen um 25,7 Prozent, auch bei Rindern sanken die Preise um 13,4 Prozent. Die Preise für Geflügel waren im Juli 2026 um 2,1 Prozent niedriger als im Juli 2025. Ausschlaggebend hierfür war die Preissenkung bei Hähnchen um 4,8 Prozent. Bei Sonstigem Geflügel (Enten und Puten) kam es hingegen zu einem Preisanstieg um 1,9 Prozent, so die Behörde.

Foto: Bauer mit Traktor (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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