Wirtschaft

Elektroindustrie: Ifo-Geschäftsklima steigt im August auf höchsten Stand seit Mai 2023

Das Geschäftsklima in der Elektroindustrie hat sich im August erneut verbessert. Der Index stieg auf 16,0 Punkte, nach 10,0 Punkten im Juli, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag mitteilte. Das ist demnach der höchste Wert seit Mai 2023.

Ausschlaggebend waren dafür vor allem die Geschäftserwartungen, die deutlich optimistischer ausfielen. Ihre aktuelle Lage bewerteten die Unternehmen zwar etwas zurückhaltender als im Vormonat, aber weiterhin klar positiv. „Die Elektroindustrie gehört derzeit zu den wenigen Bereichen der Industrie, in denen die Geschäfte gut laufen“, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. „Zuletzt hat sich die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt zwar ebenfalls verbessert, die Elektroindustrie war aber bereits vorher deutlich optimistischer.“

Ifo-Geschäftsklima wird vom Auslandsgeschäft getragen

Getragen wird die Zuversicht vom Auslandsgeschäft: Die Exporterwartungen sprangen in dieser Branche von -7,6 auf +24,7 Punkte. Generell entwickelt sich die Auftragslage sehr gut. Die Zahl der Neuaufträge nimmt kontinuierlich zu. Entsprechend wollen die Unternehmen ihre Produktion ausweiten und zusätzliche Mitarbeitende einstellen. Im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt planen die Firmen dagegen weiterhin Stellenabbau. Auch die Nachfrage zog in der Elektroindustrie erneut an, und die Kapazitätsauslastung stieg im Juli auf 81,2 Prozent, nach 79,7 Prozent im April. Ein Problem stellt die Versorgung mit Vorprodukten dar. Ein Drittel der Unternehmen meldete Materialmangel.

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Digitalisierung ist der Erfolgstreiber

Im ähnlich gelagerten Bereich der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen zeigen sich vergleichbar positive Entwicklungen. Dort kletterte das Geschäftsklima im August auf 13,7 Punkte, nach 5,6 Punkten im Juli. „Hinter der Entwicklung steht vor allem die Digitalisierung“, sagte Wohlrabe. „Der Ausbau von Rechenzentren, die Investitionen in Künstliche Intelligenz und die Automatisierung in den Kundenbranchen schlagen direkt auf die Auftragsbücher durch. Das ist kein kurzzeitiges Strohfeuer, sondern das Ergebnis langfristiger Investitionen, das die Branche noch eine Weile stützen dürfte.“

Foto: Container (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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