Politik

Wirtschaftsministerin Reiche weist Sefe an, mehr Erdgas einzuspeichern – Abstimmung mit Kanzler Merz

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat das bundeseigene Energieunternehmen Sefe offenbar angewiesen, vermehrt Erdgas einzuspeichern.

Sefe soll mehr Gas einspeichern. Ist das technisch überhaupt möglich?

Das schreibt das „Handelsblatt“ am Mittwoch unter Berufung auf Ministeriumskreise. Der Schritt erfolgte demnach am späten Dienstagabend und war mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) abgestimmt. Damit geht Reiche den nächsten Schritt, um die deutsche Gasversorgung stärker abzusichern. Bereits Mitte September hatte die Ministerin den bundeseigenen Gasimporteur angehalten, Gas zur Befüllung der Speicher einzukaufen. Damals handelte es sich aber explizit um keine Anweisung an Sefe.

Das ist jetzt anders. Reiche reagiert mit der Verschärfung ihres Kurses auf die nach wie vor niedrigen Füllstände der deutschen Gasspeicher, auch wenn weiter keine Engpässe abzusehen seien. Der zentrale Grund für den Schritt liege in den weiter andauernden geopolitischen Risiken, hieß es in Ministeriumskreisen.

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Die CDU-Politikerin hatte in den vergangenen Monaten einen früheren Eingriff in den Gasmarkt abgelehnt, aber gleichzeitig gesagt, für unterschiedliche Szenarien Instrumente vorbereitet zu haben. Dieser Bedarf sei nun eingetreten. „Die Beauftragung der Sefe mit zusätzlicher Beschaffung ist eines dieser vorbereiteten Instrumente“, ist aus dem Wirtschaftsministerium zu hören. In Ministeriumskreisen wird betont, Sefe werde selbst entscheiden, welche Mengen zu welchem Zeitpunkt eingespeichert werden.

Foto: SEFE (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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