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SEO: Agentur vs. InHouse – was hilft meinem Unternehmen weiter?

2021-02-25-SEO
Quelle: unsplash.com (Stephen Phillips – Hostreviews.co.uk) // https://unsplash.com/photos/shr_Xn8S8QU

Ob Mittelständler, internationaler Großkonzern oder junges Start-up – Suchmaschinenoptimierung (engl. Search Engine Optimization – SEO) darf heutzutage nicht mehr als optionales Marketing-Extra gesehen werden, sondern ist ein fester Bestandteil im Marketing-Mix für den nachhaltigen (Online-)Erfolg jedes Unternehmens.

Wer den SEO-Bereich im eigenen Unternehmen neu aufbaut, umstrukturiert oder modernisieren möchte, steht jedoch häufig vor einer zentralen Frage: Wie lässt sich die Arbeit am effektivsten umsetzen? Oder: Hat eine Agentur Vorteile gegenüber einem firmeninternen SEO-Manager? Die Antworten hängen selbstverständlich immer auch vom jeweiligen Unternehmen bzw. Projekt ab und allgemeingültige Antworten lassen sich nur schwer geben. Wir wollen Ihnen jedoch einige Denkanstöße mit auf den Weg geben, die den Entscheidungsprozess vereinfachen können.

Externes SEO: Was spricht für eine SEO-Agentur?

SEO gehört mit zu den Marketing-Bereichen bei denen am häufigsten auf externe Unterstützung von Agenturen oder Beratern zurückgegriffen wird – und das hat gute Gründe: Ganz egal, ob es um eine erste Einschätzung der eigenen Website, eine Strategieberatung oder das gezielte Umsetzen bestimmter Maßnahmen geht; SEO-Agenturen arbeiten täglich mit unterschiedlichen Kunden zusammen und lernen dadurch regelmäßig neue Branchen mit neuen Produkten und neuen SEO-Anforderungen kennen. Die Arbeit an unterschiedlichen Projekten schützt vor Betriebsblindheit und sorgt dafür, dass alle Beteiligten immer auf dem neusten Stand sind, um beispielsweise aktuelle SEO-Trends richtig einzuschätzen und ihre Effekte auf den nachhaltigen Erfolg sinnvoll einzuordnen.

Im Optimalfall handelt es sich um eine Online-Marketing-Agentur mit SEO-Fokus, die ein ganzheitliches Verständnis für unterschiedliche Online-Marketing-Kanäle mitbringt und dementsprechend auch Aspekte wie Wechselwirkungen mit anderen Maßnahmen mit in die (Strategie-)Beratung einfließen lassen kann. Besonders für den Mittelstand kann der Blick von Außen und die Erfahrung einer Agentur entscheidend sein, um Potenziale von Beginn an richtig einzuschätzen und Fehler zu vermeiden:

“Insbesondere wenn es an Erfahrung mangelt, können falsch umgesetzte SEO-Maßnahmen auch schnell negative Auswirkungen (z. B. Traffic- und Sichtbarkeitsverluste) haben. Im schlimmsten Fall führen sie zu Abstrafungen seitens Google und lassen Ihre Rankings vollständig verschwinden. Was ursprünglich als kostensparende Maßnahme geplant war, wird für Ihr Unternehmen also schnell teurer, als es eine Agentur jemals hätte sein können.” – Quelle: Pax Marketing

Dabei hilft es immer, wenn mehrere SEO-Experten gemeinsam an einem Projekt arbeiten, ihre Erfahrungen teilen und jede geplante Maßnahme auf den Prüfstand stellen können. Diese Möglichkeit bleibt bei InHouse-SEO – insofern es sich nicht um ein ganzes SEO-Team handelt – meistens aus.

Ein entscheidender Aspekt sind natürlich immer die Kosten. Wer neu im SEO-Bereich ist, wird sich womöglich über die hohen Preise vieler Agenturen wundern – vergleicht man diese aber mit den Kostenpunkten beim Offline-Marketing, fällt schnell auf, dass mit guter SEO-Arbeit vergleichsweise günstig große Potenziale ausgeschöpft werden können. Die Kosten für eine SEO-Agentur sind natürlich immer abhängig vom jeweiligen Projekt und den geplanten Maßnahmen – eine seriöse Agentur wird Ihnen jedoch immer ein Angebot machen, das zu Ihren Budgets passt und auch anfänglich zu viel berechnete Stunden erstatten. Oder ganz einfach gesagt: Sie bezahlen nur für die Arbeit, die tatsächlich geleistet wurde.

InHouse-SEO: Welche Vorteile bieten interne SEO-Manager?

Um direkt an den Kostenpunkt anzuschließen: Das Bruttogehalt von erfahrenen SEO-Managern liegt in den meisten Fällen zwischen 3.000 € und 5.500 € monatlich. Um richtig einzuordnen, ob diese monatliche Investition der richtige Schritt ist, sollte vorab klar sein, in welchem Umfang die SEO-Arbeit geplant ist und welche Potenziale auch auf lange Sicht ausgeschöpft werden können.

Wer auf InHouse-SEO setzen möchte, sollte sich zumindest überlegen, für diese erste Analyse auf die Unterstützung externer Dienstleister wie einer SEO-Agentur oder eines Freelancers zu setzen. Ein SEO-Manager, der letztendlich mit zu geringen Budgets arbeiten muss oder kaum Handlungsspielraum hat, wird in Ihrem Unternehmen nicht glücklich werden. Gleichzeitig ist SEO fast immer ein Fulltime-Job. Vor allem bei größeren Webseiten lassen sich die SEO-Aufgaben deshalb nicht einfach in eine bestehende Marketing-Position integrieren – insbesondere dann, wenn das technische SEO auch durch Maßnahmen wie Content- oder Linkaufbau unterstützt werden soll.

Deshalb sollten Sie Ihr InHouse-Team von Anfang an mit einem erfahrenen SEO-Manager starten, dem sie – je nach Budget – im Optimalfall einen Junior Manager zur Seite stellen. Junior-SEOs fehlt häufig noch der Weitblick für Strategien und auch für die interne Kommunikation im Unternehmen ist ausreichende Berufserfahrung wichtig: SEO-Maßnahmen können häufig in Diskrepanz zu Design- oder Branding-Aspekten stehen – eine erfahrene Stimme ist hier wichtig, um auch anderen Abteilungen den Mehrwert zu verdeutlichen. Hier liegt der größte Vorteil von InHouse-SEO: Sie haben Ihren Manager direkt vor Ort im Unternehmen, wodurch er Produkte kennt, Entscheidungswege nachvollziehen kann und immer im engen Austausch mit anderen Entscheidern aus dem Marketing steht. Das Risiko: Die SEO-Arbeit an einem einzelnen Projekt kann mit der Zeit zur Betriebsblindheit führen und die Weiterbildung funktioniert meistens nur dann, wenn der SEO-Manager die Arbeit zeitgleich als Hobby versteht und sich auch in der Freizeit über Neuerungen informiert.

InHouse vs. Agentur: der Mittelweg als Lösung?

Ein wichtiger Punkt, den Sie beachten sollten, wenn Ihr InHouse-Team zunächst nur aus einem einzelnen SEO-Manager besteht: Stellen Sie ihm einen Diskussions- bzw. Sparring-Partner zur Seite – sei es in Form eines Junior-SEOs oder externer Beratung von einer Agentur. Sollte es im Rahmen Ihrer Budget-Möglichkeiten liegen, ist dieser kombinierte Weg häufig eine effektive Lösung: Lassen Sie sich strategisch von einer Agentur beraten und setzen Sie die empfohlenen Maßnahmen intern um. So halten Sie die Kosten für die Agentur vergleichsweise gering, schützen sich jedoch vor Betriebsblindheit und geben Ihrem internen SEO-Manager eine gute Möglichkeit für einen produktiven Austausch. Gleichzeitig hat die Agentur einen direkten Ansprechpartner in Ihrem Unternehmen und kann so wesentlich effektiver und zeitsparender beraten.

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