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Sal. Oppenheim wickelt Rumpf-Investmentbank ab

Hamburg. Bei der Privatbank Sal. Oppenheim werden einem Medienbericht zufolge kurz vor der offiziellen Übernahme durch die Deutsche Bank die unverkäuflichen Teile abgewickelt. Die Aktionäre der Bank hätten beschlossen, die Mitarbeiter der Rumpf-Investmentbank mit einem Sozialplan abzufinden, berichtetete die «Financial Times Deutschland (Donnerstagausgabe). Verhandlungen mit dem Betriebsrat sollen demnächst beginnen. Insgesamt seien rund 300 Mitarbeiter betroffen. Die australische Bank Macquarie hatte nur Teile des Investmentbanking gekauft.

Ein Bank-Sprecher wollte den Bericht nur teilweise bestätigten. »Das Investmentbankgeschäft soll nicht unter Sal. Oppenheim weitergeführt werden. Ein Käufer für die vollständigen verbliebenen Bereiche ist momentan nicht in Sicht”, sagte er. Betroffen seien ungefähr 200 Mitarbeiter. Sofortige Freistellungen seien nicht geplant.

Nun werde nach individuellen Lösungen für die Mitarbeiter gesucht, auch innerhalb von Sal. Oppenheim. Möglich seien auch Beendigungen von Arbeitsverhältnissen auf Basis eines Interessenausgleichs, zu dem Gespräche mit der Arbeitnehmervertretung aufgenommen wurden. Darüber seien die Führungskräfte per Mail Anfang der Woche informiert worden.

Die Kölner Traditionsbank hatte sich dem Bericht zufolge mit Derivatewetten, Großkrediten an bevorzugte Kunden und der Beteiligung am inzwischen insolventen Handels- und Touristikkonzern Arcandor derart verspekuliert, dass sie 2008 erstmals seit 1945 einen Verlust ausweisen musste. Schließlich sprang die Deutsche Bank ein und kaufte Sal. Oppenheim. Der Vollzug der Übernahme ist laut Zeitung für Montag geplant.

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