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Büros renovieren und umgestalten – Anregungen für moderne Arbeitsplätze

Allein in Deutschland arbeiten Millionen von Menschen in Büroräumen. Viele davon verbringen dort den Großteil ihres Tages. Eine Renovierung und Umgestaltung ist in vielen Unternehmen längst überfällig, damit die Räumlichkeiten den hohen Erwartungen an moderne Arbeitsplätze gerecht werden. Schließlich soll sich das Team wohlfühlen und neue Talente gewonnen werden. Da die Arbeitsplatzgestaltung großen Einfluss auf die Arbeitgeberattraktivität nimmt, dürfen Betriebe ihre Bedeutung keinesfalls unterschätzen. Tipps von Planung bis Einrichtung hier zum Nachlesen.

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Fotoquelle (Pexels – jdpereiro) /Pixabay

Sorgfältige Planung ist ein Muss

Bevor Renovierungsarbeiten beauftragt beziehungsweise gestartet werden, ist die Aufmerksamkeit der Planung zu widmen. Die Arbeitsabläufe und internen Prozesse müssen dabei sorgfältig analysiert und kritisch hinterfragt werden. Womöglich lassen sich im Rahmen der Renovierung räumliche Optimierungen vornehmen, die später zur Produktivitätssteigerung beitragen. Dabei gilt es unter anderem zu klären, ob jeder Mitarbeitende seinen eigenen festen Arbeitsplatz erhalten soll oder womöglich das sogenannte Desk-Sharing eingeführt wird. Bei Desk-Sharing handelt es sich um eine flexible Organisationsform, die es Mitarbeitenden erlaubt, jeden Tag an einem anderen Platz zu arbeiten und sich nach Bedarf zu platzieren. Aber auch Themen wie Tageslichtnutzung, Ergonomie und Klimatisierung spielen bei der Planung eine entscheidende Rolle.

Beauftragen oder selbst aktiv werden – beides hat Vorteile

Eine weitere wichtige Entscheidung betrifft die Ausführung. Insbesondere kleinere Betriebe haben häufig ein stark begrenztes Budget für die Renovierungsarbeiten zur Verfügung, sodass die Überlegung aufkommt, diese selbst auszuführen. Dank des großzügigen Angebots in Baumärkten und verständlichen DIY-Anleitungen lassen sich diverse Arbeiten in Eigenregie durchführen. Das gilt für die Bodenverlegung ebenso wie für den Einbau kompakter Büroküchen oder die Gestaltung praktischer Raum-in-Raum-Lösungen für konzentrationsfördernde Rückzugsorte.

Oft braucht es lediglich kreative Ideen, um die Renovierungskosten zu senken und gleichzeitig von einer individuellen Einrichtung zu profitieren. Beispielsweise könnte durch das farbige Streichen der Innenwände sowie Türen im Corporate Design eine deutliche Veränderung erzielt und die Mittelzone mit alternativen Möbeln aus dem Baumarkt toom oder dem Sortiment von dessen Mitbewerbern eingerichtet werden, statt auf Maler und teures Mobiliar von Objektmöbelherstellern zurückzugreifen.

Auch bei der Beschaffung von Materialien und Werkzeug für die Renovierung können sich Betriebe mit Angeboten von Baumärkten Sparpotenzial zunutze machen. Wandfarben, Bodenbeläge und Hölzer für den Innenausbau sind dort in der Regel deutlich günstiger erhältlich als beim Fachhandel.
Elektrowerkzeuge und sonstige Hilfsmittel lassen sich preiswert leihen, um hohe Investitionen zu meiden.

Welche Werkzeuge sollte ich für eine Renovierung verwenden? Das kommt ganz auf die auszuführenden Arbeiten an. Während das Entfernen und Verlegen von Böden unter anderem Stemmeisen, Cutter, Wasserwaage und Zugeisen erfordert, setzt das Tapezieren vom Tapeziertisch über Tapetenscheren bis zur Andrückrolle diverse Extras voraus. Generell gehören Akku-Schrauber und Akku-Bohrer, Zollstock und Bleistift sowie Hammer sowie Schneid- und Sägewerkzeuge zu den gängigen Helfern.

Die Beauftragung von Profis ist ebenso mit Vorzügen verbunden. Sinnvoll ist dies beispielsweise im Bereich der Haustechnik von Heizung über Lüftung bis Automation. Immer dann, wenn das handwerkliche Geschick für eine ordentliche Ausführung nicht genügt, sollten Fachbetriebe hinzugezogen werden. Die Unterstützung durch Experten spart eine Menge Zeit, Nerven und letztlich auch Geld, weil die Arbeiten fachgerecht und nachhaltig erledigt werden. Um finanziellen Überraschungen vorzubeugen, ist allerdings das Einholen von Kostenvoranschlägen ratsam.

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Fotoquelle (Pexels – jdpereiro) /Pixabay

Woran muss ich bei einer Renovierung denken?

Die Renovierung des Büros sollte auf eine zeitgemäße Einrichtung abzielen. Helle Räume zum Wohlfühlen, die jedem Einzelnen Gelegenheiten zum Entspannen bieten, sind heute eine Selbstverständlichkeit. Work-Life-Blending lautet das Stichwort, das zwar längst nicht mehr neu ist, aber bei der Arbeitsplatzgestaltung auch in Zukunft eine große Rolle spielt. Gemeint ist die zunehmende Verschmelzung von Arbeitswelt und Privatem. Die Büroeinrichtung sollte dahingehend eine wohnliche Atmosphäre mit Flächen zum Ausruhen bieten. Folgende Bereiche können einen gelungenen Mix aus Arbeitsplätzen und alternativen Flächen fördern:

  • Einzelarbeit: Für konzentriertes und produktives Arbeiten braucht es Arbeitsplätze, die viel Ruhe bieten. Klassische Schreibtische im Open Space Büro sind ebenso denkbar, wie geschlossene Einzelbüros, die das Personal bei Bedarf aufsuchen kann. Was hierbei nicht vernachlässigt werden darf, ist die Ergonomie. Rückenfreundliche Schreibtischstühle mit Lordosenstützen und höhenverstellbare Bürotische mit Sitz- und Steh-Funktion tragen maßgeblich zur Gesundheit bei.
  • Gruppenarbeit: Für gemeinsames Schaffen und erfolgreiche Besprechungen werden vielerorts Konferenzräume eingerichtet. Allerdings mangelt es oft an behaglichem Ambiente. Das lässt sich im Zuge einer Renovierung durch wohnliche Bodenbeläge, kommunikationsfördernde Wandfarben und bequeme Konferenzmöbel ändern. Neben Konferenzstühlen mit Rollen bringen beispielsweise Freischwinger Bewegung ins Spiel und machen selbst stundenlanges Konferieren angenehmer.
  • Lounges: Ob zum Plaudern, Lesen oder Powernapping – Lounges sind eine optimale Ergänzung für jedes Büro. Sie schaffen Raum für Entspannung, Austausch und Stressabbau. Zudem ermuntern Lounges die Belegschaft zum Platzwechsel, was die körperliche Bewegung steigert und somit der Gesundheit zugutekommt. Gemütliche Sessel und Liegen sind gleichermaßen empfehlenswert wie Sitzsäcke zum Soft Seating (Weiches Sitzen).

Oft unterschätzt: Die Akustik im Büro

Ein weiterer entscheidender Faktor, der bei einer Renovierung bedacht werden muss, ist die Büroakustik. Die Lärmbelastung ist insbesondere in offenen Raumkonzepten enorm. Klingelnde Telefone, Gespräche der Kollegen und die Kaffeemaschine im Dauerbetrieb sorgen für reichlich Ablenkung. Effektives Arbeiten klappt bei einer solchen Geräuschkulisse nur mühsam und unter erheblicher Anstrengung. Was folgt, sind Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme und Produktivitätseinbußen.

Um dem entgegenzuwirken, lassen sich Akustikdecken platzieren. Die wirksamen Schallabsorber sind allerdings kostenintensiv. Zu den preiswerteren Alternativen zählen Akustikpaneele, die sich gleichzeitig als Sichtschutz aufstellen lassen, sowie Akustikbilder wie sie beispielsweise ein Familienunternehmen mit Sitz in Rielasingen am Bodensee produziert und online Fachwissen zur Büroakustik arrangiert hat. Eine weitere Möglichkeit stellen Akustikmöbel dar. Sie vereinen Mobiliar mit akustischer Optimierung und sparen dadurch Platz für zusätzliche Akustikelemente.

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