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Remote Work und IT-Outsourcing werden immer beliebter

Die Corona-Pandemie hat das Leben vieler Menschen völlig auf den Kopf gestellt. Vor allem die Art und Weise, wie in Deutschland gearbeitet wird, hat sich in den letzten zwei Jahren deutlich verändert. Anfangs wohl nur als Notlösung zur Überbrückung der Pandemie angedacht, erfreut sich Remote Work nach wie vor großer Beliebtheit. Die Möglichkeit, seine Arbeit von so gut wie jedem Standort der Welt ausführen zu können, bringt zahlreiche Trends mit sich. Unter anderem sorgt sie für einen deutlichen Gehaltsaufschwung bei Arbeitskräften aus dem Osten, insbesondere der Ukraine.

Bei IT-Dienstleistungen zählen die Skills mehr als gute Deutschkenntnisse

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Quelle: Firmbee / pixabay.com https://pixabay.com/de/photos/laptop-arbeit-kaffee-diagramm-mann-6062423/

Die meisten modernen Unternehmen haben einen ständigen Bedarf an den unterschiedlichsten
IT-Dienstleistungen. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei, dass die jeweiligen Aufträge zeitnah und qualitativ hochwertig erledigt werden. Das Business ist international, die Sprache der IT ist Englisch.

Deshalb spielt es keine Rolle, ob der Auftrag innerhalb Deutschlands vergeben oder in andere Länder ausgelagert wird. In der Ukraine entscheiden sich jährlich viele Leute, eine Ausbildung im Bereich IT zu absolvieren, weil sie wissen, dass damit gute Verdienstmöglichkeiten und interessante berufliche Perspektiven verbunden sind. Immer öfter finden sie diese nun auch in Deutschland. Das führt dazu, dass sich auch die Gehälter vor allem in den letzten beiden Jahren stark nach oben entwickelt haben.

Derzeit sind in der Ukraine rund 200.000 IT-Spezialisten tätig. Um die Entwicklung noch mehr voranzutreiben, hat das Ministerium für Digitalisierung das Projekt Dila City gestartet. Dabei handelt es sich sozusagen um ein Silicon Valley auf ukrainischem Boden, das dafür sorgen soll, dass sich die Anzahl der IT-Mitarbeiter innerhalb der nächsten vier Jahre mehr als verdoppelt.

Remote Work macht den Arbeitsplatz attraktiver

Wenn uns die Corona-Pandemie eines für die Arbeitswelt gelehrt hat, dann ist es die Tatsache, dass Flexibilität am Arbeitsplatz mehr ist als nur ein nettes Gimmick. Nicht alle Jobs sind dazu geeignet, von jedem Ort der Welt aus durchgeführt werden zu können, doch alle, die am Computer arbeiten, können sich ein Leben ohne Remote wohl gar nicht mehr vorstellen.

Das zeigt sich deutlich anhand einer Umfrage, die das Forbes-Magazin durchgeführt hat. Demnach würden mittlerweile vier von fünf Arbeitnehmern eine Stelle in den USA ablehnen, in der es nicht möglich ist, flexibel zu arbeiten. Rund drei Viertel der Befragten sind bereit, ihre aktuelle Arbeitsstelle aufzugeben, um mobil arbeiten zu können. Rund die Hälfte der Telearbeiter plant, sich zukünftig selbstständig zu machen.

Vor allem sind Remote-Mitarbeiter effizienter und günstiger. Das bedeutet sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer riesige Veränderungen. Die Suche nach geeigneten Mitarbeitern kann durch Remote Work unabhängig vom Unternehmensstandort stattfinden. In vielen Jobs ist die Nähe zum Firmenstandort völlig unerheblich. Alles, was zählt sind die entsprechenden fachlichen Skills.

Das bietet Arbeitnehmern einerseits Chancen, weil sie nahezu bei jedem Arbeitgeber der Welt eine Stelle finden können, umgekehrt gilt das aber auch für Arbeitnehmer aus anderen Regionen. Corona war also für die Globalisierung der Arbeit so etwas wie ein Sprint mit Sieben-Meilen-Stiefeln.

Die Zukunft von Remote Work

Wer einen Blick in die nahe Zukunft des Arbeitslebens wagen möchte, sollte sich die Umfrage „Virtual Workforce Survey Insights“ zu Gemüte führen, die von PwC durchgeführt wurde.

Denn diese zeigt, dass viele Unternehmen bereits auf den Remote Work-Zug aufgesprungen sind. Und jene, die das noch nicht gewagt haben, planen es zumindest: 57 Prozent der Unternehmen, die bisher noch keine Vereinbarung zu Remote Work haben, planen eine einzuführen. Zu den wichtigsten Prioritäten der Unternehmen gehört es in der Zukunft vor allem, Talente für das eigene Unternehmen zu gewinnen und sie in weiterer Folge auch zu halten.

Sorgen bereiten den Arbeitgebern dabei vor allem die Gesundheit und die Sicherheit der Mitarbeiter. 91 Prozent der Befragten haben bis jetzt keine entsprechende Richtlinie in ihrem Unternehmen. Hier gibt es also sowohl für die Unternehmer, aber auch für den Gesetzgeber noch viel zu tun.

Denn eines ist klar: Corona wird hoffentlich bald wieder in Vergessenheit geraten, Remote Work und IT-Outsourcing werden hingegen bleiben.

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