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Privatjets – Eine lukrative Alternative für den Mittelstand?

In Deutschland existiert noch immer das Vorurteil, dass Geschäfts- und Urlaubsreisen in Privatjets besonders exklusiv und teuer sind. Laut Daten des Unternehmens WingX Advance wird tatsächlich jedoch schon die Hälfte aller Geschäftsreiseflüge von Privatjet- und Charter-Anbietern durchgeführt. Ausgelöst wurde dieser Boom im Bereich Private Aviation vor allem durch junge Unternehmen wie FlyPrivateJet, die im Wettbewerb um Geschäfts- und Urlaubsreisende mit attraktiven Konditionen locken. Das Reisen im Privatjet wird also immer erschwinglicher. Doch lohnt sich eine Geschäftsreise im Businessjet wirklich?

Privatjets bieten dem Mittelstand Flexibilität

Unternehmen entscheiden sich für das im Privatjet fliegen primär aufgrund der hohen Flexibilität und des Komforts. Einige Konzerne besitzen aus diesem Grund eigene Businessjets, die dem Management permanent zur Verfügung stehen und die somit das Planen von Geschäftsreisen vereinfachen. Dazu gehört etwa die Volkswagen AG, deren Tochterunternehmen Volkswagen Air Service unterschiedliche Flugzeuge wie die Falcon 2000 und den Airbus A319 besitzt.

Inzwischen gehören internationale Geschäftsreisen auch für Manager im Mittelstand zum Alltag. Damit auch diese flexibel ihre vielen Termine koordinieren können, kommen auch hier immer öfter gecharterte Privatjets zum Einsatz. Ein Pendeln zwischen Produktionsstandorten in verschiedenen Ländern, das Besuchen wichtiger Kunden und das Arbeiten im Heimatbüro ist dank der flexiblen Flugzeiten der Businessjets somit auch abseits der DAX-Konzerne keine Seltenheit mehr.

Kosten von Business Jets

Die Kosten für das Chartern von Privatflügen erscheinen auf den ersten Blick hoch. Kleine Privatjets liegen inklusive Personal, Treibstoff und sonstigen Kosten bei etwa 1.500 Euro pro Stunde. Das Chartern eines besonders exklusiven Modells kann aber auch über 10.000 Euro pro Stunde kosten. Im Vergleich zu den üblichen Ticketpreisen in der Business- und First-Class ist das Fliegen im Privatjets jedoch nicht mehr so teuer.

Beispiel: Ein Unternehmen aus dem Mittelstand muss spontan vier Manager von Berlin nach Rom fliegen lassen. Die Tickets für einen Linienflug würden insgesamt 6.500 Euro kosten, weil die Buchung erst wenige Tage vor dem Abflug durchgeführt werden würde. Das Chartern eines Businessjets kostet in diesem Fall etwa 8.000 Euro. Die Mehrkosten lägen damit bei „nur“ 1.500 Euro. Hinzukommt, dass die Geschäftsreisenden durch die flexiblen Flugzeiten bereits am nächsten Tag wieder im Büro sind. Es wird also pro Person jeweils ein Arbeitstag eingespart. Berücksichtigt man auch diese Kosten, ist die Geschäftsreise im Privatjet für das Unternehmen sogar günstiger.

Diese Möglichkeiten haben Unternehmen beim Chartern eines Privatjets

Unternehmen aus dem Mittelstand besitzen nur in Ausnahmefällen einige Privatjets. Bei Geschäftsreisen im Businessjet müssen sie daher mit einem der zahlreichen Charterunternehmen zusammenarbeiten. Diese bieten je nach Bedarf unterschiedliche Buchungsmodelle an. Werden nur wenigen Flüge pro Jahr benötigt, sind Einzelbuchungen meist die beste Option. Unternehmen, die regelmäßig einen Businessjet benötigen, können jedoch auch Kontingente an Flugstunden buchen, die dann über einen festen Zeitraum flexibel abgerufen werden können.

Fazit zu Privatjets im Mittelstand

Privatjets sind vor allem bei größeren Reisegruppen auch im Mittelstand eine flexible und dabei nicht zu kostspielige Alternative zu Linienflügen in der Business- und First-Class. Berücksichtigt man weitere Faktoren wie die entfallene Arbeitszeit durch zeitlich ungünstige Linienflüge sowie den höheren Komfort der Mitarbeiter, sind Geschäftsreisen im Privatjet oft die deutlich bessere Wahl.

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Ein Kommentar

  1. Sehr guter Artikel, sehr hilfreich, um die gängigen Vorurteil abzubauen – vor allem für schwer erreichbare Standorte überwiegt der Zeitgewinn enorm und die Streichungen/Verspätungen der Linienflüge sowie die langen Wartezeiten bei Check-in und Sicherheit, tragen weiter zum Zeitgewinn des „Individual-Fluges“ bei. Inzwischen ist auch die Klimaschutzthematik in der Branche angekommen, z.B. NetJets fliegt seit 2012 CO2-neutral.

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