Helsinki. Der finnische Handyhersteller Nokia hat im ersten Quartal von einem gestiegenen Handyabsatz profitiert und den Gewinn erhöht, die Prognosen der Analysten aber verfehlt. Der Nettogewinn stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 122 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 349 Millionen Euro, wie der Konzern am Donnerstag in Helsinki mitteilte. Analysten hatten im Mittel 370 Millionen Euro erwartet. Der Umsatz erhöhte sich von 9,27 Milliarden auf 9,52 Milliarden Euro.

Profitieren konnte Nokia in den ersten drei Monaten von dem um 16 Prozent auf 107,8 Millionen Stück gestiegenen Handyabsatz. Der Durchschnittspreis der Handys sank hingegen von 66 auf 62 Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch mit seinem Marktanteil konnte das Unternehmen nicht überzeugen. Nokia konnte den Marktanteil im ersten Quartal auf Jahressicht zwar von 32 auf 33 Prozent erhöhen, im vierten Quartal hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben allerdings noch einen Marktanteil von 35 Prozent.

Die Netzwerkwerksparte Nokia Siemens Networks konnte im ersten Quartal den operativen Verlust auf 226 Millionen Euro verringern. Im Vorjahreszeitraum hatte das Joint Venture mit der Münchener Siemens AG noch einen operativen Verlust von 361 Millionen Euro ausgewiesen. Neben einem unter den Erwartungen liegenden Gewinn enttäuschte Nokia auch mit der gesenkten Prognose für die Handysparte. Für die größte Sparte des Konzerns erwartet Nokia nun eine operative Marge von 11 bis 13 Prozent, nachdem die Prognose bislang bei 12 bis 14 Prozent gelegen hatte.

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