Osnabrück – In Niedersachsen ist die Zukunft des Stromnetzes zum Greifen nah. Tausende kleine Kraftwerke sorgen laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft dafür, dass Niedersachsen aktuell Spitzenreiter in der Produktion von Ökostrom ist. Dank der vielen Windkrafträder wurde in diesem nördlichen Bundesland 2012 der meiste Ökostrom in Deutschland erzeugt. Niedersachsen lag mit rund 21,8 Milliarden Kilowattstunden (kWh) erzeugtem Ökostrom deutlich vor Bayern mit 19,4 Milliarden kWh und Nordrhein-Westfalen mit 12,4 Milliarden kWh.

 Quellenangabe: "obs/RWE Deutschland AG/Joerg Mettlach"

Quellenangabe: “obs/RWE Deutschland AG/Joerg Mettlach”

RWE setzt an vielen Orten in Niedersachsen intelligente Technik ein, um besonders die ländliche Region bei der Erreichung ihrer Energieziele zu unterstützen. Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE Deutschland, sagt: “Wir bringen die Energiewende in Niedersachsen voran. Unter dem Titel Smart Stations machen wir besonders innovative Projekte in der Region sichtbar.” In der Modellstadt Haren (Ems) testet RWE Deutschland in mehreren Forschungsprojekten, wie das Stromnetz mit innovativer Technik und Ingenieurwissen auch in Zukunft bei Starkwind und Flaute funktionieren kann. Die Harener Kita Erika-Altenberge wird mit dem von RWE entwickelten Home Energy Controller zum Energiespeicher und gleicht Schwankungen im Stromnetz des Ortes aus. Der Verteinetzbetreiber Westnetz setzt in Niedersachsen moderne Betriebsmittel ein. So kann etwa die regelbare Ortsnetzstation mehr, als ein gewöhnlicher Trafo. Er hält die Spannung in einer bestimmten Bandbreite konstant. In weiteren Forschungsprojekten begegnet RWE Deutschland der Frage der Energiespeicherung.

Die dezentrale Energieversorgung stieg in den vergangenen Jahren in Niedersachsen rapide an, während der Energieverbrauch verhältnismäßig gleich blieb. Daher übersteigt die erzeugte regenerative Energie an manchen Tagen deutlich den Strombedarf. Allerdings wird regenerativ erzeugter Strom mit unregelmäßiger Leistung in das Stromnetz eingespeist. Das bringt an vielen Stellen die Stromnetze an ihre Belastungsgrenzen. Nötig ist daher ein Um- und Ausbau der Energieversorgungsleitungen und der Einsatz modernster Informations- und Kommunikationstechnologie, um neue Wege in der Spannungsregulierung gehen zu können.

Quelle: ots

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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