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Mobile Malware wird 10 Jahre alt

Im Juni 2004 fing alles an: Sophos erzählt die Geschichte der mobilen Schadsoftware und stellt Tipps und Tools für die Sicherheit zur Verfügung

Quelle: CEEMEA
Quelle: CEEMEA

Wiesbaden – Kurz nach der Jahrtausendwende war die Ära des gewöhnlichen Mobiltelefons beendet. Wer konnte, telefonierte, mailte, spielte und navigierte mit einem Smartphone. Die kleinen Begleiter waren ebenso intelligent wie vielseitig, und so ließ die erste Schadsoftware für Smartphones nicht lange auf sich warten.

Im Juni 2004 läutete Cabir, alias Caribe, das Zeitalter der Mobile Malware ein und attackierte Mobiltelefone mit Symbian Betriebssystem via Bluetooth-Schnittstelle. Die Lösung damals: Bluetooth abschalten oder unsichtbar stellen – so schön einfach war Malware-Schutz im Jahr 2004.

Erpressung, Bespitzelung und Rick Astley: Malware ist immer wieder anders

2005 wurde es das erste Mal gemein: Drever verschaffte sich als erste Malware Zutritt zu Smartphones, indem sie sich als Antivirus-App des russischen Herstellers Dr. Web ausgab. Damit hatte zu dem Zeitpunkt niemand gerechnet.

Das im Jahr 2007 entwickelte FlexSpy existiert bis heute und noch immer wirbt der Hersteller damit, dass betrügerische Liebhaber oder faule Mitarbeiter ganz einfach bespitzelt werden können.

2009 erschien die bisher erste und einzige iOS-Malware, die sich auf gejailbreakten iPhones verbreitete. Auf ihnen erschien ein Wallpaper des 80er-Jahre-Stars Rick Astley. Sophos gelang es, den Entwickler bis nach Wollongong, New South Wales (Australien) zurückzuverfolgen. Die Ermittlungsbehörden nahmen sich der Sache jedoch nicht an und erhoben keine Anklage. Der junge Mann blieb seiner Profession treu und ist bis heute ein iPhone-App-Entwickler.

Nummernklau und Lösegeld

Im Jahr 2010 wurde die Malware deutlich frecher. Auf der BlackHat-Konferenz identifizierten Malware-Forscher zahlloser Wallpaper-Apps, die auf den Smartphones ihr Unwesen trieben und sich nicht im mindesten an ihre originäre Bestimmung hielten. Path und Hipster stahlen die Kontaktlisten, Flashlight verkaufte den Aufenthaltsort an Werbungtreibende und Snapchat sah die Genehmigung zur Nutzung der Telefonnummer als Einladung, gleich alle Nummern aus dem Telefonbuch an sich zu nehmen.

Seit 2011 sorgt Schadsoftware wie DroidDream, KongFu oder MasterKey für Beschäftigung in kriminellen- und Sicherheitskreisen. Häufig über Spiele aus dem GooglePlay Store eingeschleust, stören, stehlen und betrügen sie auf verschiedene Art und Weise. Das Market Security Tool dämmte diese Welle ein, Vorsicht ist aber immer geboten.Die aktuellsten Schadsoftwarearten sind noch perfider: Koler, verriegelt das Endgerät und verlangt ein Lösegeld in Höhe von 300 US-Dollar. DownAPK ist eine Windows-basierte Malware, die gefälschte Banking-Apps installiert und Zugangsdaten abgreift.

Im Laufe der Jahre wurden Viren und Trojaner für Symbian, WinCE und sogar für das als relativ sicher geltende iOS entwickelt. Absoluter Liebling der Angreifer ist heute jedoch mit weitem Abstand das Android-Betriebssystem, dem fast alle Angriffe auf Mobilgeräte gelten. Hier verzeichnen die SophosLabs rund 2.000 neue Malware-Samples – pro Tag.

Zum Jahrestag der Mobile Malware hat Sophos eine Historie zusammengestellt, die unter http://nakedsecurity.sophos.com/2014/06/01/from-cabir-to-koler-10-years-of-mobile-malware/ <http://nakedsecurity.sophos.com/2014/06/01/from-cabir-to-koler-10-years-of-mobile-malware/> zu finden ist.

Sicherheitstools für private wie geschäftlich genutzte Geräte

Für den gesicherten Gebrauch von mobilen Geräten im Geschäftsalltag hat Sophos einen Zehn-Punkte-Katalog zusammengestellt: http://www.sophos.com/de-de/security-news-trends/security-trends/mobile-malware-prevention.aspx <http://www.sophos.com/de-de/security-news-trends/security-trends/mobile-malware-prevention.aspx> . Mithilfe des neuen Sophos Mobile Control 4.0 können Unternehmen durch AV und Web-Filter nicht nur Sicherheit für alle im Unternehmen befindlichen Mobilgeräte (inklusive BYOD) erzielen, sondern zusätzlich alle Dateien verschlüsseln und damit für Angreifer unbrauchbar machen.

Auch private Anwender bleiben vor den Gefahren der Mobile Malware nicht verschont und tappen oftmals aufgrund der verstärkten Nutzung von Spielen und Social Media in die Falle der Angreifer. Ihnen stellt Sophos ein kostenloses Sicherheits-Tool für Android zur Verfügung, das unter http://www.sophos.com/de-de/products/free-tools.aspx <http://www.sophos.com/de-de/products/free-tools.aspx> zum Download bereit steht.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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