Berlin. Unternehmensgründungen sollen stärker als bisher gefördert werden. Das Bundeswirtschaftsministerium stellte am Montag in Berlin eine Initiative vor, die entsprechende Maßnahmen bündeln soll. Das Ministerium wird dabei vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) sowie dem Bundesverband der Freien Berufe (BFB) unterstützt.

Deutschland brauche eine stärkere Gründungskultur, sagte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP). Politik und Wirtschaft würden eng zusammenarbeiten, um Gründer zielgerichtet zu unterstützen. «Für mich ist das Thema ‘Gründungen’ zentral für unsere Mittelstandspolitik», sagte der Minister.

Die Initiative «Gründerland Deutschland» beinhaltet den Angaben zufolge unter anderem erweiterte Informationsangebote und Aktionen sowie eine «Gründerwoche Deutschland», mit denen für den Schritt in die Selbstständigkeit geworben werden soll. Verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten sollen vor allem die besonders wachstumsintensiven innovativen Gründungen ansprechen.

Auf der Pressekonferent rief Brüderle die deutschen Banken zu einer verstärkten Vergabe von Krediten an Unternehmen auf und machte zugleich klar, dass der Staat notfalls auch selber Maßnahmen zur Kreditversorgung ergreifen würde. «Für Notfälle wären wir vorbereitet, aber erst einmal ist die Kreditwirtschaft in der Verantwortung», sagte Brüderle.

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