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Die Revolution digitaler Geschäftsmodelle

Die digitale Revolution lässt uns die klassischen Geschäftsmodelle neu überdenken. Mittlerweile ist es nicht mehr von der Hand zu weisen: In der modernen Welt werden Daten und Informationen immer wichtiger. Menschen unterhalten sich in sozialen Netzwerken und Web-Foren über Produktvorteile und Servicequalität. Tablets, Smartphones, Smartwatches werden immer beliebter und ihre Einsatzmöglichkeiten erweisen sich als immer vielfältiger. Wearables machen es möglich, immer dabei und präsent zu sein und ständig Daten für den Menschen zu erfassen, zu analysieren und Entscheidungen zu treffen. Sensoren an Fahrzeugen, Geräten und Maschinen, die wir täglich benutzen, messen, zeichnen auf und kommunizieren miteinander. Dies ist die Industrie 4.0. Datengestütze Entscheidungen werden mehr und mehr in allen Bereichen des Betriebes etabliert. Vom Einkauf, über die Produktion bis zum Marketing und Verkauf. Digitale Geschäftsmodelle haben die besten Chancen für die Zukunft.

Rahmenbedingungen ändern sich permanent

Viele traditionelle Firmen, deren konservative Firmenkultur frühe noch als Stärke angesehen wurde, werden in kürzester Zeit von jungen Firmen überrannt und verdrängt. USPs, die der Betrieb gestern noch vorweisen konnte, sind nun plötzlich keine mehr. Die vermeintlichen Stärken erweisen sich als Bremsklotz. Neue Mitbewerber sind schneller, flexibler und ihnen steht mehr Datenmaterial für Entscheidungen zur Verfügung. Viele traditionellen Unternehmen haben es oft verpasst, ihr altes Geschäftsmodell mit dem neuen digitalen Umfeld zu justieren. Zu lange haben sie sich auf Ihrem vermeintlichen Vorsprung ausgeruht und die Disruptionen durch neue Technologien außer Acht gelassen. In einer schnelllebigen Welt kann das, was heute noch gilt, schon morgen überholt sein. Die Gründe für den temporären Erfolg eines Unternehmens müssen also ständig hinterfragt und aktualisiert werden. Wer hätte vor Jahren gedacht, dass ein soziales Netzwerk mehr wert sein kann als alle deutschen Automobilkonzerne zusammen?

Das Geschäftsmodell ist entscheidend

Aufgrund der großen Menge verfügbaren Daten entstehen jeden Tag neue Geschäftsmodelle, die wiederum einem ständigen Wandel unterliegen. Unternehmen sollten sich dabei nicht den traditionellen Wettbewerb ansehen sondern den Markt komplett neu denken. Andere und unkonventionelle Herangehensweisen sind das Gebot der Stunde. Einige bekannte Beispiele aus der Praxis, wie Firmen mit dem passenden Geschäftsmodel zu den größten Playern weltweit werden konnten:

  • Amazon ist der größte Buchhändler, besitzt aber keinen einzigen Buchladen
  • Apple ist der größte Verkäufer von Musik, hat aber eine einzige CD oder Platte
  • Netflix ist der größte Videoverleih, besitzt aber keine Videothek
  • Airbnb ist der größte Zimmervermieter, unterhält aber weder Hotels noch Apartments

Eine Möglichkeit, ein innovatives Geschäftsmodell darzustellen, ist das Dreieck, wo jede Ecke einen Parameter repräsentiert. Eine Innovation kommt zustande, wenn mindestens zwei dieser Parameter verändert werden.

  1.  Parameter: Wer? Jeder Betrieb muss die relevante Zielgruppe finden, die angesprochen werden soll. Die Zielgruppe ist die Gruppe von Personen, die das Unternehmen mit seinem Marketing erreichen möchte. Die Zielgruppe besteht aus den potentiellen und zukünftigen Kunden. Eine homogene Zielgruppe macht es einfacher, diese durch gezielte Marketingkampagnen zu erreichen und dabei einen möglichst geringen Streuverlust zu erzielen.
  2. Parameter:Was? Was wird den Kunden hier geboten, was andere Mitbewerber so nicht leisten können? Die Frage, die sich jedes Unternehmen stellen muss, ist die des Nutzens. Welche Leistungen können erbracht werden, die dem Kunden von Nutzen sind? Welche Probleme können gelöst werden?
  3. Parameter:Wie? Wie wird die Leistung umgesetzt? Welche Prozesse werden gestartet, wenn der Kunde Interesse bekundet oder auf den Bestell-Button klickt? Über welche involvierten Ressourcen und Fähigkeiten verfügt der Betrieb?.

Als Beispiel für eine Änderung des Parameters Nr.3 können hier zahlreiche neu entstandene Hotelketten herhalten, die sich die Digitalisierung zu Nutze gemacht haben und in allen Häusern einen Self-Checkin anbieten. Der Kunde kann bequem online buchen. Mit der Bezahlung erhält er gleichzeitig einen Code, mit dem er das Hotel und sein Zimmer im gebuchten Zeitraum betreten kann. Das Hotel spart viel Personal an der Rezeption, am Telefondienst, bei der Buchhaltung und Rechnungsstellung. Dem Kunden werden diese Einsparungen natürlich als Vorteil mit 24h Checkin-Möglichkeit, Online-Bezahlung und Kundensupport via Chatbot verkauft.

Wann genau sind digitale Geschäftsmodelle?

Von digitalen Geschäftsmodellen kann geredet werden, wenn der Einsatz digitaler Technologien einschneidende Auswirkungen auf das Geschäftskonzept hat. Daten sammeln und Daten verarbeiten sind oft der Schlüssel für neue Geschäftsmodelle. Technologien des neuen Jahrhunderts, wie das Internet, Cloud Computing oder IOT (internet of things) haben Einzug gehalten und sind überall zugänglich. Betriebe müssen nun das verborgene Potential dieser neuen Technologien erkennen und für sich zu zu nutzen wissen.

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